Hansa Rostock: Härtel will weiterspielen

Kogge bereitet sich vor

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2020 | 08:31
Jens Härtel beim FC Hansa Rostock

Macht sich Gedanken um die Fortführung der Saison: FCH-Coach Jens Härtel. ©Imago images/Picture Point

Seit Dienstag ist das Trainingsgelände des FC Hansa Rostock wieder Schauplatz von körperlichen Übungen. Nach einem Gesundheitscheck vor den Einheiten dürfen die Spieler der Kogge in Zweier-Teams auf den Rasen, wo sie im „technischen und physischen Bereich“, so Trainer Jens Härtel auf der Vereinshomepage, arbeiten.

Der FCH will dadurch dafür sorgen, dass sich die Körper seiner Spieler „so gut wie möglich auf permanente englische Wochen“ einstellen, so Härtel weiter. Mit einer Fortführung der Saison wird an der Ostsee also gerechnet, auch, wenn diese noch nicht beschlossene Sache ist.

Verschiedene Sichtweisen

Wie der Rostocker Coach jetzt sagt, würde eine Weiterführung der Spielzeit am 16. Mai – wie letzte Woche kolportiert – in den Zeitplan passen. Dann nämlich, „reichen vier Wochen aus, um in einem guten Zustand zu sein“, so der Fußballlehrer in der Bild (Ausgabe vom 16. April 2020). Voraussetzung dafür allerdings: Alle Vereine müssten in der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen.

Bisher zurückgekehrt auf den Platz sind lediglich der FC Ingolstadt, Unterhaching, 1860 München, der MSV Duisburg, Viktoria Köln und eben die Kogge. Aufgrund der in dieser Hinsicht differenzierten Lösung beschwerten sich andernorts die Verantwortlichen über Wettbewerbsverzerrung, so Claus-Dieter „Pele“ Wollitz vom 1. FC Magdeburg.

Dieser hatte letzte Woche angekündigt, im Falle von einer Verlängerung der Kontaktbeschränkungen auch weiterhin auf ein Training auf dem Platz verzichten zu wollen – gestrigen Mittwoch vermeldete die Bundesregierung, dass die Kontaktsperren vorerst bis 3. Mai in Kraft bleiben sollen.

Keine Großveranstaltungen

Was das nun konkret für die dritte Liga bedeutet, darüber gibt es noch keine Aussagen vom DFB. Fakt ist, dass eine Fortführung der Saison von der Mehrheit der Drittliga-Verantwortlichen befürwortet wird, so auch von Härtel. „Es wäre sinnvoll, die Saison zu Ende zu spielen – wenn auch ohne Zuschauer, die Tendenz dazu ist klar.“

Ohne Zuschauer ist das Stichwort, denn Großveranstaltungen sind nun bis zum 31. August prinzipiell untersagt – was wiederum auch Auswirkungen auf die nächst Saison haben würde, sollte diese wie zunächst geplant über die Bühne gebracht werden wollen.