Hansa Rostock: Kogge zwischen Ernüchterung und Kampfgeist

Bilanz aus englischer Woche enttäuschend

Aufstieg vorerst ad acta gelegt: Rostocks Sportvorstand Markus Thiele

Ernüchterung nach Rückschlägen: Hansa-Sportvorstand Markus Thiele © imago/eibner

Bei Hansa Rostock kämpfen Führung und Mannschaft weiter mit den Folgen der enttäuschenden Bilanz aus der englischen Woche. Angesichts der erheblich gesunkenen Chancen auf den Relegationsplatz bezeichnete Sportvorstand Markus Thiele die Situation nach der Niederlage beim FSV Zwickau (0:1) und der anschließenden Last-Minute-Heimpleite gegen Spitzenreiter SC Paderborn (2:3) als „extrem hart“.

Wir sind noch keine Spitzenmannschaft. (Hansa-Sportvorstand Markus Thiele)

Im Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 12.03.2018) fiel Thieles weitere Bestandsaufnahme ernüchternd aus. Zwar wolle sich das Team von Trainer Pavel Dotchev nach dem Umbruch im vergangenen Sommer „zu einer Spitzenmannschaft entwickeln“, doch seien die Hanseaten „das noch nicht“.

Völlig abschreiben mochte der 36-Jährige die Hoffnung auf Platz drei allerdings auch noch nicht: „Wir sind gut beraten, uns jetzt voll auf uns zu konzentrieren.“

Rückstand auf Relegationsrivalen angewachsen

Hansa bleibt auch kaum etwas anderes übrig. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen ist der Tabellendritte Karlsruher SC vorerst auf sieben Punkte davongezogen. Rostocks Rückstand auf die hinter dem KSC lauernden Rivalen SV Wehen Wiesbaden und Fortuna Köln ist auch auf sechs Zähler angewachsen.

Dotchev, der an der Seitenlinie erstmals seit seinem Amtsantritt zwei Niederlagen seiner Elf nacheinander miterleben musste, wollte gleichwohl trotz aller Enttäuschung nicht in Schwarzmalerei verfallen. Man dürfe nun „nicht jammern und sagen, dass der Zug abgefahren“ sei, meinte der Bulgare und forderte „jetzt eine Reaktion“ von seinen Spielern.

Der Coach rechnet ganz offensichtlich mit Punktverlusten der Konkurrenten und setzt außerdem auf die direkten Duelle mit den drei Rivalen für die Aufstiegsrelegation. Zumal Rostock nach dem anstehenden Gastspiel beim VfR Aalen noch das Nachholspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach (20. März) in der Hinterhand hat. „Wenn man zwei Spiele in Folge gewinnt“, meinte Dotchev auch deshalb, „ist man wieder oben dran.

Ein Ansatzpunkt für eine erfolgreiche Aufholjagd scheint eine ausreichende Regeneration zu sein. Abwehrchef Oliver Hüsing jedenfalls sinnierte ebenfalls in der Bild-Teitung nach dem dritten Spiel nacheinander mit Gegentoren in der Schlussphase über fehlende Frische: „Kann sein, dass ein paar Prozent fehlten.“

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