Hansa Rostock muss sich steigern

Kogge erneut mit glücklichem Sieg

Kai Bülow gewinnt Zweikampf gegen Markus Ziereis

Noch keine Spitzenmannschaft. Hansas Kai Bülow (l.) sah am Samstag von seiner Mannschaft „kein gutes Spiel“. ©imago images/eibner

Acht Spiele ungeschlagen, die letzten drei davon gewonnen – nach dem 2:1 über 1860 München hat sich der FC Hansa Rostock an die Aufstiegsplätze heran gepirscht. Bei optimalem Verlauf des nächsten Spieltags könnte die Kogge gar den Relegationsrang entern. Die Euphorie an der Ostsee ist groß wie lange nicht mehr – zumindest bei den Fans. Mannschaft und Trainer lassen sich davon nicht anstecken.

Effizienz & Kolke

Wohl wissend, dass trotz der aktuellen Positiv-Bilanz noch einiges im Argen liegt. „Es hat heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die etwas glücklichere, effektivere“, erklärte Hansa-Trainer Jens Härtel nach der Partie, die Kai Bülow ähnlich resümierte: „Wir haben heute nicht so ein gutes Spiel gemacht, nach vorne nicht genügend Chancen herausgespielt“.

Das wird ein 100% Kopfspiel. (Jens Härtel über Jena)

Die fehlenden Chancen fielen am Samstag nicht groß ins Gewicht, zeigte sich die Kogge lange Zeit geduldig und nutzte die ersten beiden richtigen Gelegenheiten direkt für zwei Treffer. Dass diese Effizienz im Abschluss – wie schon beim 1:0 in Magdeburg – zu drei Punkten reichte, war erneut Markus Kolke zu verdanken, der in der Schlussphase den Sieg rettete.

Um sich im oberen Tabellendrittel dauerhaft festzusetzen, werden diese beiden Faktoren kaum reichen, wenngleich am kommenden Sonntag beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Jena eine vermeintlich leichte Aufgabe wartet.

Trainer Härtel will davon nichts wissen und sieht seine Mannschaft vor allem mental gefragt: „Das wird ein 100% Kopfspiel“, schließlich habe der Gegner „gar nichts mehr zu verlieren“. Ähnlich schätzt Maximilian Ahlschwede die Aufgabe ein: „Jeder erwartet von uns, dass wir das Spiel gewinnen“ und appellierte an die Geduld: „Wir müssen das Spiel nicht nach zehn Minuten entschieden haben“.

Gegen den konditionell schwachen FCC, der trotz Trainerwechsel zu Rico Schmitt weiterhin mit zwei Punkten am Tabellenende herum dümpelt, scheint Geduld in der Tat eine gute Formel zum Erfolg zu sein, kassierten die Jenaer nach der 60. Minute bereits satte 17 Gegentore.

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