Hansa Rostock: Nervenstärke als Erfolgsfaktor

"Kogge" mit starker Bilanz nach Pausenführung

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 27.04.2020 | 16:12

Daniel Hanslik (m.) jubelt mit John Verhoek.

Im letzten Spiel vor der Unterbrechung sorgte John Verhoek (r.) bereits nach zwei Minuten für die Führung. ©imago images/Eibner

Mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen vor der Unterbrechung ging Hansa Rostock wieder auf Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen. Bei lediglich drei Punkten Rückstand auf den Relegationsdarf darf an der Ostsee somit weiterhin von höheren Zielen geträumt werden.

Dass es sich die "Kogge" in der oberen Tabellenhälfte bequem gemacht hat, liegt auch an der Qualität, Halbzeitführungen über die Zeit zu bringen. Zwölf Mal lag Hansa bislang beim Pausenpfiff in Front, zehn Siege und zwei Unentschieden lautet die starke Bilanz aus diesen Begegnungen.

Sicherste Defensive in Durchgang eins

Dies spricht zweifelsohne für die Nervenstärke der Härtel-Elf. Wo andere Mannschaften nach dem Seitenwechsel nervös werden und den Vorsprung noch herschenken, ist Rostock offenkundig mental und körperlich in der Lage, die Punkte dann auch bei Abpfiff einzufahren.

Auch die Tatsache, dass dem Team nach einem Pausenrückstand noch kein Sieg gelang, kann das zuvor gemachte Kompliment nur leicht abschwächen. Denn noch seltener als die sechs Spiele, in denen Hansa nach 45 Minuten hinten lag, mussten nur Duisburg und Ingolstadt (jeweils 4 Spiele) mit einem Rückstand umgehen.

Dass die "Kogge" mit einem guten Gefühl zum Pausentee antreten kann, hat sie vor allem ihrer Defensive zu verdanken. Erst elf Gegentore musste Keeper Markus Kolke in den ersten 45 Minuten hinnehmen - Liga-Bestwert. Auch die 22 erzielten Tore - nur die FC Bayern U23 (25) und der MSV Duisburg (23) starteten noch furioser - können sich sehen lassen.

Mit dem nächsten Schnellstart nach oben?

Um auch weiterhin von den eingangs erwähnten höheren Zielen träumen zu können, hätte es Hansa bei einer Fortsetzung der Saison mit einem erneuten Schnellstart leichter. Denn falls es weitergeht, befinden sich unter den nächsten fünf Gegnern Mannheim, Meppen und 1860.

Alle drei stehen in der Tabelle vor Rostock. Gelingt erneut ein erfolgreicher Start in die Partien und die in dieser Spielzeit gewohnte Nervenstärke setzt ein, könnte so weiter Boden nach oben gutgemacht werden. In der aktuellen Situation ist das freilich noch Zukunftsmusik.