Hansa Rostock: Qualität in der Breite zahlt sich aus

Erstes Comeback nach fast 1,5 Jahren

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Sonntag, 20.09.2020 | 07:42
Bentley Baxter Bahn gegen Wilson Kamavuaka.

Einer von sechs Neuzugängen in Hansas Startelf: Bentley Baxter Bahn (l.). ©imago images/Eibner

Es war ein ganzes Stück Arbeit, doch am Ende jubelte Hansa Rostock. Mit 3:1 setzte sich die „Kogge“ gegen den MSV Duisburg durch. Von einem sichtlich erleichterten Trainer Jens Härtel gab es danach ein Sonderlob für die Moral der Mannschaft.

„Wir haben mal ein Spiel gedreht, das ist uns die ganze letzte Saison nicht gelungen“, gab er gewohnt zurückhaltend gegenüber MagentaSport zu Protokoll. Und tatsächlich: Letztmals konnte Hansa gegen den VfL Osnabrück nach einem Rückstand noch drei Punkte einfahren, das war im Mai 2019.

Mehr Qualität in der Breite

Fehlende Zielstrebigkeit in Kombination mit äußerst effektiven Gästen hatte dafür gesorgt, dass zur Pause ein 0:1 auf der Anzeigetafel des Ostseestadions stand. Dann griff Härtel aber auf das Faustpfand zurück, mit dem die „Kogge“ in dieser Spielzeit wuchern kann: Der gestiegenen Qualität in der Breite.

Mit Pascal Breier war der erfolgreichste Torjäger der Vorsaison bereits im ersten Durchgang für den verletzten John Verhoek eingewechselt worden, zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Härtel mit der Hereinnahme von Korbinian Vollmann und Nils Butzen bereits sein Wechselkontingent ausgeschöpft.

Startelf-Kandidaten gegen Saarbrücken

„Das war wichtig: Dass diese Jungs, die mit der ersten Halbzeit nichts zu tun hatten, den Unterschied ausgemacht haben. Sie waren direkt präsent und haben die anderen ein Stück weit aus der Lethargie rausgezogen“, sagte er über die Flügelzange der zweiten 45 Minuten.

Gegen den 1. FC Saarbrücken, am kommenden Samstag nächster Gegner der Rostocker, dürfte dieses Trio von Beginn an das Vertrauen erhalten. Während Breier mit seinen Treffern zum 2:1 und 3:1 schlussendlich den Sieg unter Dach und Fach brachte, liegt das auch an der Verletzung, die Verhoeks Arbeitstag vorzeitig beendete: „Das sieht nach einem Faserriss aus, das wird schon ein paar Wochen dauern, denke ich“, war Härtel kurz nach Abpfiff wenig hoffnungsvoll. Eine endgültige Diagnose inklusive Ausfalldauer steht allerdings noch aus.