Hansa Rostock: Späte Kurskorrektur

Nartey schon der vierte neue Offensivmann

Nikolas Nartey im Trikot des 1. FC Köln

Nikolas Nartey ist eine von vielen Alternativen im Mittelfled. ©Imago images/Laci Perenyi

Hansa Rostock hat spät auf dem Transfermarkt noch mehrmals zugeschlagen. Nach Osman Atilgan kamen in dieser Woche Nik Omladic, der Däne Rasmus Thellufsen und gestern noch Nikolas Nartey, der gerade zum VfB Stuttgart gewechselt war und direkt weiterverliehen wird.

Das offensive Mittelfeld hält nun ein große Auswahl bereit für Trainer Jens Härtel. Gleichzeitig rufen diese zahlreichen Transfers für den vorderen Bereich aber auch die Frage auf, ob Sport-Vorstand Martin Pieckenhagen sich zu Aktionismus hat hinreißen lassen oder ob er mit seinen bisherigen Verpflichtungen falsch lag.

Mit Systemwechsel gegen das Überangebot?

Schließlich hatte Hansa mit Aaron Opoku und Elsamed Ramaj schon zwei Spieler für die Außenbahn verpflichtet, mit Korbinian Vollmann zudem einen Mann für das zentrale offensive Mittelfeld. Eingesetzt wurde der frühere Sandhausener freilich meist außen.

Wie soll sich die Hansa-Elf künftig darstellen? Mit Nartey, Vollmann, Omladic, dazu noch Mirnes Pepic, wenn er nicht auf der Doppelsechs spielt, gibt es vier Spieler für die Zehner-Position, die in den letzten Wochen in Jens Härtels System gar nicht vorgesehen war.

Omladic gibt zwar selbst gegenüber der „Bild“ (Ausgabe vom 31.08.2019) an, lieber auf dem Flügel zu spielen, doch dort wurden zur selben Zeit Atilgan und Thellufsen verpflichtet. Opoku ist zudem als mit zwei Treffern gefährlichster Rostocker zudem eigentlich eine der wenigen positiven Erscheinungen.

Eine Rückkehr zu einer Viererkette, zwei Sechsern und einer offensiven Dreierreihe mit einer Spitze deutet sich an. Nach dem zweiten Spieltag hatte Härtel eigentlich auf ein 3-4-3 oder 3-5-2 umgestellt. Doch nun muss er die Vielzahl an offensiven Mittelfeldleuten unterbringen.

Im Defensivbereich wurde Pieckenhagen hingegen zuletzt überhaupt nicht mehr tätig, was ebenfalls hinterfragt werden kann. Schließlich konnte der FCH noch kein einziges mal die Null halten. Die Gründe für das bescheidene bisherige Abschneiden werden jedoch offensichtlich ausschließlich im Angriffsspiel gesehen.

Heute gegen Preußen Münster sind Omladic und Nartey noch kein Thema, doch nach der Länderspielpause wartet mit Eintracht Braunschweig ein Gegner, bei dem sich zweifelsohne zeigen wird, ob die späte Kurskorrektur im Personal die „Kogge“ nun ins richtige Fahrwasser führt.

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