Hansa Rostock: Top11 der letzten 25 Jahre

Beinlich, Lange & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 25.04.2020 | 06:30

Stefan Beinlich im Hansa-Dress.

144 Pflichtspiele bestritt Stefan Beinlich für Hansa Rostock und gehört selbstverständlich in die Top11. ©imago images/Oliver Behrendt

In der Gegenwart läuft kein Fußball, darum wirft Liga-Drei.de einen Blick in die Vergangenheit – genauer gesagt auf die letzten 25 Jahre. Gesucht wird dabei immer die Top11 eines Klubs für das letzte Vierteljahrhundert.

Warum 25 Jahre? Der Altersschnitt der Redaktion liegt bei Mitte 30, somit sind die Fußballereignisse der letzten zweieinhalb Jahrzehnte bei uns präsent. Mit Hansa Rostock machen wir heute weiter.

Tor & Abwehr

Zwischen den Pfosten haben wir uns für Martin Pieckenhagen entschieden. Der heutige Sportvorstand verdrängte zu Bundesliga-Zeiten Perry Bräutigam aus dem Tor und hielt in 118 Einsätzen für die "Kogge" seinen Kasten 26 Mal sauber.

Davor setzen wir auf eine Viererkette. Deren Chef ist wie von 2000 bis 2003 Andreas Jakobsson. Der Innenverteidiger, mit Schweden WM-Teilnehmer 2002, führt den Defensivverbund mit seiner Mentalität an. Zur Seite stellen wir ihm Tim Sebastian, der den Sprung aus dem Nachwuchs zu den Profis an der Ostsee vollzog.

Auf der Position des Rechtsverteidiger führt natürlich kein Weg an Timo Lange vorbei. Kein anderer Spieler bestritt für Hansa mehr Bundesliga-Partien als er (165). Mit 41 Torbeteiligungen in 290 Pflichtspielen konnte er zudem auch offensiv eine Duftmarke hinterlassen. Sein Pendant auf links ist selbstverständlich Ronald Maul.

Mittelfeld

Zehn Jahre lang, von 1995 bis 2005, spielte Hansa ununterbrochen in der 1. Bundesliga. Einen gewissen "schwedischer Einschlag" konnte man damals an der Ostsee nicht von der Hand weisen, und mit Peter Wibran fing er quasi an. 147-Mal hielt er für die "Kogge" die Knochen hin und überzeugte dabei als spielstarker Abräumer.

Er sorgt dafür, dass sich seine beiden Vorderleute ganz auf die offensiven Pflichten konzentrieren können. Auf links ist hierfür Stefan Beinlich zuständig. Seit November letzten Jahres Leiter der Rostocker Nachwuchsabteilung, legte "Paule" an der Ostsee den Grundstein einer Karriere, in der 288 Bundesliga-Partien für vier Klubs und fünf Länderspiele zu Buche stehen.

Nicht ganz so lange war René Rydlewicz für Hansa aktiv, acht Jahre können sich aber auch sehen lassen. In denen half der beidfüßig versierte rechte Mittelfeldspieler erst dabei, Rostock in der Bundesliga zu etablieren, auch nach dem Abstieg 2005 hielt er dem Klub die Treue und führte ihn zwei Jahre später zurück ins Oberhaus.

Angriff

Bei der großen Auswahl an Stürmern, die für Hansa im letzten Vierteljahrhundert auf Torejagd gegangen sind, können wir nicht anders: Wir stellen einen Drei-Mann-Sturm auf.

Nach Stationen in der Schweiz und Spanien eroberte der spätere Nationalspieler Oliver Neuville ab 1997 auch Deutschland. Mit zwei Jahren fiel sein Engagement in Rostock zwar verhältnismäßig kurz aus, mit 22 Treffern und elf Vorlagen kann sich sein Arbeitsnachweise aber sehen lassen.

Ein Jahr länger lief Victor Agali bei seinem ersten Engagement für die "Kogge" auf. Drei Spielzeiten, in denen der mitspielende Angreifer jeweils zweistellig scoren konnte. 2007 kam er wieder, konnte den Abstieg zwölf Monate später aber auch nicht verhindern.

Kurz vor seinem 35. Geburtstag wechselte Martin Max im Sommer 2003 von München nach Rostock. Dass der Mittelstürmer aber immer noch ganz genau wusste, wo das Tor steht, bewies er in der Folge eindrucksvoll. 20 Treffer erzielte er im Hansa-Trikot und hängte nach dem Erreichen dieser persönlichen Bestmarke seine Fußballstiefel an den Nagel.

Die Top11 von Hansa Rostock auf einen Blick:

Martin Pieckenhagen - Timo Lange, Tim Sebastian, Andreas Jakobsson, Ronald Maul - René Rydleqicz, Peter Wibran, Stefan Beinlich - Oliver Neuville, Martin Max, Victor Agali

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