Hansa Rostock: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Ahlschwede, Bülow & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Sonntag, 15.11.2020 | 07:30
Maximilian Ahlschwede

Maximilian Ahlschwede beendete die Profikarriere, tritt aber weiter in der Oberliga gegen den Ball. ©imago images/Eibner

15 Spieler gingen bei Hansa Rostock im Sommer von Bord, mit Blick auf die Tabelle scheint die „Kogge“ diese Abgänge allerdings gut verkraftet zu haben. Wir schauen, wohin es die ehemaligen Rostocker verschlagen hat und wie es aktuell bei ihnen läuft.

Elsamad Ramaj
Bereits in der Rückrunde an den VfB Lübeck verliehen, wechselte der Angreifer nach dem Aufstieg fest an die Lohmühle. Dort an den ersten drei Spieltagen immer in der Startformation, brach er sich im Heimspiel gegen Duisburg das Schlüsselbein. Wird dem zuletzt zwei Mal siegreichen Aufsteiger noch etwas fehlen.

Nico Rieble
Folgte Ramaj im Sommer nach Lübeck. Dort zu Saisonbeginn in der Innenverteidigung gesetzt, verpasste er den ersten Sieg verletzungsbedingt. Da Coach Rolf Martin Landerl eine Woche später auf die siegreiche Startelf baute und diese auch Uerdingen schlug, dürfte der 25-Jährige seinen Stammplatz vorerst los sein.

Alexander Sebald
Die Position der Nummer zwei hinter Markus Kolke ist bekanntlich eine undankbare Position, für mehr Spielpraxis ging der Torhüter nach Rödinghausen. Dort gesetzt, hielt er an den ersten sieben Spieltagen seinen Kasten drei Mal sauber. Riss sich dann im Training eine Kapsel im Knie, kehrte Anfang November aber wieder in den Spieltagskader des Regionalligisten zurück.

Michael Ulrich
Im Sturmzentrum ist die „Kogge“ gut bestückt, für größere Einsatzzeiten wurde er an den Berliner AK verliehen. Beim Tabellenfünften der Regionalliga Nordost pendelt er zwischen Bank und Startelf, konnte sein Potential mit einem Tor und zwei Vorlagen in acht Einsätzen aber zweifelsohne andeuten.

Maximilian Ahlschwede
Beendete im Sommer seine Profi-Karriere, ohne Fußball kann der 30-Jährige aber nicht. Für TuS Dassendorf am Ball und dort neben Ex-Bundesliga-Stürmer Martin Harnik ein prominentes Gesicht. Verpasste in der Oberliga Hamburg noch keine Minute und führt mit Dassendorf das Tableau an.

Tanju Öztürk
Der Abräumer betrat mit der Regionalliga West vertrautes Terrain und schloss sich dort Rot-Weiß Oberhausen an. Liegt mit dem Klub im Tabellenmittelfeld und kann erst seit Anfang Oktober mitmischen: Zuvor stoppten ihn muskuläre Probleme. Seitdem sieben Mal in der Startelf und drei Mal Kapitän.

Mirnes Pepic
Hoffte auf die 2. Bundesliga, landete aber in Duisburg. Auch verletzungsbedingt noch nicht die erhoffte Verstärkung, erst drei Einsätze und momentan von muskulären Problemen ausgebremst. Bekam mit Gino Lettieri unter der Woche einen neuen Trainer.

Kai Bülow

Kai Bülow wechselte nach dem Karriereende die Sportart. ©imago images/foto2press

Paul Wiese
Das Eigengewächs treibt seine Entwicklung auf Leihbasis beim Bonner SC voran. Dort als Rechtsverteidiger gesetzt und an den ersten zwölf Spieltagen immer in der Startformation. Als Tabellenvorletzter der Regionalliga West muss jedoch vom ganzen Team mehr kommen.

Kai Bülow
29 Mal Bundesliga, 272 Mal 2. Liga und 71 Einsätze in der 3. Liga: Nach dem Karriereende kündigte der gebürtige Rostocker an, ein Jahr lang nichts mit Fußball zu tun haben zu wollen. Der 24-Jährige hielt Wort und spielt lieber Basketball: Körbe statt Tore heißt es für Bülow in der vierten Mannschaft von Basketball-Zweitligist EBC Rostock.

Adam Straith
Ende November löste der Verteidiger seinen ursprünglich noch bis Saisonende gültigen Kontrakt an der Ostsee auf. Aus familiären Gründen zog es den 43-fachen kanadischen Nationalspieler zurück in die Heimat. Einem neuen Klub hat sich der 30-Jährige bislang nicht angeschlossen.

Aaron Opoku
Der Flügelflitzer kehrte zu Stammklub HSV zurück, wurde allerdings erneut verliehen. Steht nun bei Jahn Regensburg unter Vertrag und glänzte dort zuletzt als Joker. Vier Einwechslungen an den letzten vier Spieltagen stehen in seiner Bilanz, die mit einem Tor und einer Vorlage veredelt wird.

Rasmus Thellufsen
Für den Dänen war die erste Auslandserfahrung seiner Karriere nicht von Erfolg gekrönt. Nach seiner Rückkehr zu Stammverein Aalborg wurde an Ligakonkurrent Lyngby abgegeben. Dort läuft es weiter mager: Nur eine Torvorlage in acht Partien, aus denen sein Klub zudem nur zwei Punkte holte und damit Vorletzter ist.

Nikolas Nartey
Die Rückkehr zum VfB Stuttgart war nur kurz, die Schwaben verliehen ihn erneut. Diesmal eine Etage weiter oben nach Sandhausen. Dort zunächst im zentralen Mittelfeld gesetzt, nach einer Auswechslung bereits nach rund 15 Minuten gegen Osnabrück wegen akuter Gelb-Rot-Gefährdung zuletzt nur Joker.

Nico Granatowski
Wollte in Osnabrück unter dem neuen Trainer Marco Grote einen neuen Anlauf nehmen, hat aber mit Altlasten zu kämpfen. Eine Fußprellung aus der Vorsaison verhinderte bisher einen Einsatz. Für den VfL läuft es allerdings auch ohne den Rückkehrer: Die Lila-Weißen sind ärgster Verfolger von Tabellenführer HSV.

Daniel Hanslik
Holstein Kiel verlieh den Offensiv-Allrounder erneut in die 3. Liga, dort bis Saisonende für den FCK aktiv. Auch nach dem Trainerwechsel von Boris Schommers zu Jeff Saibene Stammspieler, aber noch mit wenig Durchschlagskraft.

Wer wurde bei Deinem Klub verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.