Hansa Rostock: Wiederholungstäter Hilßner

Flügelflitzer führt Kogge zum Sieg

Hansa Rostocks Marcel Hilßner erwischte gegen Fortuna Köln einen Sahnetag.

Brachte Fortuna mit drei Torvorlagen ins Stolpern: Hansas Marcel Hilßner (r.). ©Imago/Eibner

Offensiven Fußball kündigte Trainer Pavel Dotchev für das Spiel gegen Fortuna Köln an. Und seine Mannschaft lieferte, zumindest im ersten Durchgang. 3:0 stand es nach 45 Minuten, dann nahm die Kogge den Fuß vom Gas. Überragender Mann auf dem Platz war Marcel Hilßner.

„Eine 1,5“, gab Dotchev bei Telekom Sport schmunzelnd zu Protokoll, würde er seiner Nummer 33 als Schulnote für ihren Auftritt geben.

Seinen linken Huf müssen wir versichern lassen. (Hansa-Kapitän Oliver Hüsing)

Den Rechtsaußen bekam die Fortuna zu keinem Zeitpunkt in den Griff, er bereitete alle drei Treffer vor. Bei den ersten beiden Toren fand er Oliver Hüsing und Kai Bülow, wie an einer Schnur gezogen landete der Ball jeweils auf ihren Köpfen.

Beim dritten Tor überrumpelte er Kölns Dominik Ernst mit einem hohen Ball in die Sturmspitze, Merveille Biankadi war der Nutznießer. „Seinen linken Huf müssen wir versichern lassen. Es ist stark, wie er die Dinger da reinknallt“, gabs ein Sonderlob von Kapitän Hüsing.

Lieblingsgegner Fortuna

Für Hilßner war es eine Premiere, zum ersten Mal bereitete er im Profi-Bereich drei Tore in einem Spiel vor. Dabei hätte die Fortuna ihn eigentlich auf dem Zettel haben müssen. Drei Mal spielte er bereits gegen die Kölner, dabei gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen.

Diese Statistik konnte der 23-Jährige ausbauen, ohne sich gegen einen schwachen Gegner wirklich strecken zu müssen. Genau wegen solcher Auftritte, in denen Hilßner dem Spiel Dynamik verleiht und den Gegner überrumpelt, war sein siebenmonatiger Ausfall so schmerzhaft für Hansa.

Pokal-Einsatz gegen Nürnberg nicht in Gefahr

Doch nach auskuriertem Kreuzbandriss macht er dort weiter, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat (Vier Tore und sechs Vorlagen in 18 Spielen). Nach einem Kurzeinsatz gegen Karlsruhe stand er gegen Zwickau erstmals wieder in der Startelf und rettete Hansa mit seinem Treffer zum 2:2 einen Punkt.

Bis Hilßner wieder über 90 Minuten auf dem rechten Flügel wirbeln kann, dürfte es nach der langen Ausfallzeit noch etwas dauern. Doch wenn er fit ist, wird Dotchev nicht auf ihn verzichten. So wohl auch am kommenden Mittwoch, wenn Hansa in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den 1. FC Nürnberg trifft.

Zwar musste Hilßner nach rund einer Stunde runter, er hatte Dotchev angezeigt, dass er Probleme habe, ein Einsatz gegen den Bundesligisten ist aber nicht gefährdet.Ich werde am Mittwoch wieder fit sein“, sagte Hilßner.

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