Hansa Rostock: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Ein Volltreffer & ein guter Griff

Cebio Soukou und Merveille Biankadi bejubeln den Ausgleich gegen Uerdingen

Hinterließen von allen Neuzugängen den stärksten Eindruck: Cebio Soukou (l.) und Merveille Biankadi. ©Imago/Revierfoto

Mit dem klaren Ziel Aufstieg ging Hansa Rostock in die Saison und holte dafür 14 neue Spieler. Nach etwas mehr als der Hälfte der Saison hinkt die Kogge diesem Ziel mit Platz acht und zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsrang deutlich hinterher. Was auch daran liegt, dass nicht jeder Neuzugang wirklich einschlug.

Volltreffer:

Cebio Soukou
Der Mittelstürmer spielt mit bereits sieben Ligatreffern die erfolgreichste Saison seiner bisherigen Profi-Karriere. Ohne seine Tore würde es tabellarisch noch düsterer aussehen. Verpasste drei Spiele, sonst gesetzt.

Guter Griff:

Merveille Biankadi
Blieb nach dem Abstieg mit Erfurt der Liga erhalten und spielte eine gute erste Saisonhälfte. Hat seine Scorerpunkte aus dem Vorjahr (ein Tor, vier Vorlagen) bereits jetzt übertrumpft (drei Tore, drei Vorlagen). Dotchev schulte ihn vom Zentrums- zum Außenbahnspieler um und stellte ihn an 19 der 20 Spieltage in der Startelf auf.

Ausbaufähig:

Mirnes Pepic
Kam von Zweitligist Erzgebirge Aue und erkämpfte sich einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld. Bisweilen zu verspielt und immer wieder mit Phasen, in denen er abtaucht. Dürfte auch offensiv in Erscheinung treten, kann aber noch keine Torbeteiligung vorweisen.

Ioannis Gelios
Verließ Augsburg im Sommer nach über 17 Jahren im Verein, spielte dort aber nur in der zweiten Mannschaft. Noch nicht der erhoffte ruhende Pol zwischen den Pfosten, konnte sich gegen Ende der Hinserie immerhin leicht steigern.

Max Reinthaler
Der 23-Jährige kam aus der Augsburger Reserve, in der Innenverteidigung aber ohne echte Bewährungschance. Stand nur drei Mal auf dem Rasen, über insgesamt elf Minuten. Als zu Saisonbeginn Kapitän Oliver Hüsing verletzt ausfiel, wurden ihm Nico Rieble und Kai Bülow vorgezogen.

Marco Königs
Erwischte nach seinem Wechsel aus Würzburg einen tollen Start mit drei Toren und zwei Vorlagen an den ersten sieben Spieltagen. Kämpft viel und rackert für die Mannschaft, aber nicht mehr so effektiv wie zu Saisonstart, traf nur noch ein Mal und fand sich an den letzten drei Spieltagen auf der Bank wieder,

Del-Angelo Williams
Kam von Eintracht Stadtallendorf aus der Regionalliga. Traum-Debüt mit einem Treffer gegen Unterhaching, danach pendelte er zwischen Bank, Tribüne und zweiter Mannschaft. Kämpfte sich im Jahresendspurt wieder ran und stand gegen Aalen in der Startelf. „Seine größte Waffe ist aber seine Aggressivität“, sagte sein Ex-Trainer Dragan Sicaja im Interview mit Liga-Drei.de.

Jonas Hildebrandt kam von der zweiten Mannschaft aus Köln.

Konnte die in ihn gesetzten Erwartungen noch nicht erfüllen: Jonas Hildebrandt. ©Imago/Eibner

Jonas Hildebrandt
Lief vergangene Saison noch für die Reserve des 1. FC Köln in der Regionalliga auf. Kommt bislang nur selten über gute Ansätze hinaus und kämpft noch um einen Platz in der ersten Elf: Nur vier seiner 14 Spiele durfte er von Beginn an bestreiten. Auf der Doppelsechs hinter Mirnes Pepic und Kai Bülow nur die Nummer drei.

Anton Donkor
Die Leihgabe aus Wolfsburgs zweiter Mannschaft ist ein Verlierer des Biankadi-Aufstiegs. Auf dem linken Flügel zu Saisonbeginn eine Option, stand er in den letzten vier Partien gar nicht mehr im Kader. Musste bereits drei Mal für Hansas Reserve in der Oberliga ran und erzielte dabei drei Treffer.

Kai Bülow
Inkonstanz presst die bisherige Saison des Neuzugangs aus Karlsruhe wohl treffend in ein Wort. Der 32-Jährige wurde als Führungsspieler und Stabilisator geholt, bringt das aber nicht Woche für Woche auf den Rasen. Mal souverän, mal flattern ihm die Nerven.

Phil Ofosu-Ayeh
Der 27-Jährige wurde für ein Jahr aus Wolverhampton ausgeliehen und sollte die rechte Abwehrseite dichtmachen. Konnte das Bislang nur in fünf Partien machen, fehlte sonst verletzt.

Nicht zu bewerten:

Dirk Orlishausen
Kam aus Karlsruhe und wurde in Doppelfunktion verpflichtet: Als Torwarttrainer, der im Notfall auch noch selbst zwischen die Pfosten geht. Letzteres war bislang nicht nötig, der 36-Jährige kann sich ganz auf seine neue Rolle konzentrieren.

Alexander Sebald
Wurde bis Saisonende von Austria Lustenau ausgeliehen und als Nummer zwei eingeplant. Saß daher auch ohne Einsatz bislang immer auf der Bank.

Johann Berger
Der defensive Mittelfeldspieler wurde aus der U19 befördert und saß sieben Mal ohne Einwechslung auf der Bank. Erhält Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft in der Oberliga und erzielte dort vier Treffer in elf Einsätzen.

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