SC Paderborn: Erndtebrück wartet

Pokalexperten freuen sich auf Finale

Xhuljo Tabaku vom TuS Erndtebrück gegen Mijat Gacinovic von eintracht Frankfurt

Im DFB-Pokal durfte sich Erndtebrück schon mit Eintracht Frankfurt messen. ©Imago/Eibner

Am großen Finaltag der Amateure trifft Paderborn am Montag im Finale des Westfalenpokals auf TuS Erndtebrück (Anstoß: 14:30 Uhr live in der Konferenz auf ARD). Der Absteiger aus der Regionalliga hat in den letzten vier Jahren dreimal die erste Hauptrunde des DFB-Pokals erreicht und auf dem Weg zum Endspiel im Westfalenpokal die Sportfreunde Lotte ausgeschaltet. Auf den SCP warten also echte Experten in Sachen Pokal.

Erst Mallorca, dann Finale

TuS-Trainer Florian Schnorrenberg betont gegenüber Liga-Drei.de dennoch den enormen Respekt, mit den seine Elf gegenüber dem Aufsteiger in die 2. Bundesliga hat. Die Siege im DFB-Pokal und 90 erzielte Tore in der 3. Liga sprächen schließlich für sich. Nur wenn der Außenseiter an die Leistungsgrenze gehe, könnte er eine minimale Chance wahren.

Dafür werde er seine Mannschaft so detailliert wie immer auf den Gegner vorbereiten. Der Fokus liegt während der gesamten Woche vor Pfingsten nur auf Paderborn, auch wenn einige wenige seiner Spieler als Belohnung für den Finaleinzug ein paar Tage auf Mallorca waren.  

Für viele Akteure bei TuS Erndtebrück das Spiel eine sehr emotionale Angelegenheit: Nach dem Abstieg verlassen die meisten Spieler den Verein und auch Trainer Schallenberg hört nach acht langen und intensiven Jahren mit zwei Abstiegen auf. Die schönen Momente mit den Qualifikationen für den DFB-Pokal werden ihm aber in Erinnerung bleiben. Gerade, dass man im Sommer in der ersten Runde noch gegen Eintracht Frankfurt gespielt hatte, die nun im Finale in Berlin stehen,sei außergewöhnlich für einen kleinen Ort wie Erndtebrück.

Wir haben zwei Jahre über unserem Niveau gespielt. (TuS-Trainer Florian Schnorrenberg)

Für sein letztes Spiel hätte er sich jedenfalls nichts besseres wünschen können, als ein Finale, das für ihn wie eine weitere Runde im DFB-Pokal ist. „So ein Spiel gegen einen Zweitligisten zu Hause auf dem Kunstrasen wird es wohl in Erndtebrück nie wieder geben,“ glaubt der scheidende Übungsleiter.

Für die neue Saison ist ihm um den TuS nicht bange, schließlich konnte er selbst noch in dieser Woche einige neue Spieler vom Verein überzeugen und diesem damit ein gutes Gerüst für das kommende Jahr geben. Außerdem, so Schnorrenberg, sehe sich Erndtebrück ohnehin nicht wirklich als Regionalligist, sondern sei von den Strukturen her eher ein Oberligist. „Alle empfinden es hier auch so, dass wir in den letzten beiden Jahren eher eine Liga über unserem Niveau gespielt haben.“ Mit einem erneuten Spiel in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals vor der Brust, sei der Verein außerdem ein sehr attraktiver Fünftligist.

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