VfR Aalen: Der Liga-Drei Teamcheck

Wo geht die Reise für die Vollmann-Elf hin?

Mannschaft Team VfR Aalen

Worüber dürfen sich die Aalener in der kommenden Spielzeit freuen? ©Imago/foto2press

Die letzte Saison dürfte einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des VfR Aalen haben. Dem Verein wurden aufgrund des Insolvenzantrags neun Zähler abgezogen, dies hinderte das Team von Trainer Peter Vollmann jedoch nicht, sportlich ansprechende Leistungen abzuliefern.

Am Samstag startet der VfR wieder bei Null, zum Start geht’s dabei in die Kölner Südstadt. Vorher hat Liga-Drei.de die Aalener genauer begutachtet. Der Teamcheck endet dabei mit einer Prognose, die anhand von festgelegten Kategorien erfolgt.

Der Kader

Der VfR besetzte einige Postionen im Kader neu. Mit Marcel Bär, Luca Schnellbacher und Torben Rehfeldt kamen drei Akteure nach Aalen, die bereits in der letzten Spielzeit drittklassig unterwegs waren. Die übrigen Neuzugänge spielten allesamt zuvor in der Regionalliga, mit Noah Feil wurde ein Nachwuchsspieler mit einem Profi-Vertrag ausgestattet.

Auf der anderen Seite gab es einige Stammkräfte, die Aalen verließen, die meisten jedoch aufgrund einer auslaufenden Leihe. Fabian Menig kehrte zum SC Freiburg zurück, wurde jedoch vom SC Preußen Münster verpflichtet. Auch Alexandros Kartalis und Philipp Hercher kamen in der Vorsaison auf ihre Einsätze.

Die Neuzugänge weisen einen Altersschnitt von 22 Jahren auf, die jungen Spieler gilt es zu integrieren. Das VfR-Grundgerüst hat jedoch weiterhin Bestand, durch die punktuellen Ergänzungen scheint Aalen gut gerüstet für die anstehende Runde.

Mit 21 Akteuren ist der Kader numerisch betrachtet jedoch nicht allzu dicht besetzt, der VfR sollte im Idealfall von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben. Vielleicht wird Aalen bis Ende August noch einmal nachjustieren und die Mannschaft verstärken.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung kann sich sehen lassen. Zum Einstieg gab es einen 2:1-Sieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, abschließend steht ein 3:2-Erfolg gegen Jahn Regensburg zu Buche. Dazwischen liegen vier Siege und eine einzige Niederlage.

Stärken & Schwächen

Eine Stärke der Aalener liegt darin, dass sich die Mannschaft bereits kennt. Blickt man auf das 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Magdeburg am 37. Spieltag der letzten Saison zurück, kann Vollmann in der anstehenden Partie der neuen Runde fast eine identische Startelf aufbieten.

Zehn der elf Akteure sind weiterhin beim VfR aktiv, lediglich Menig wechselte bekanntlich die Farben. Dies könnte vor allem in der ersten Saisonphase ein Vorteil sein, wenn anderer Mannschaften noch auf der Suche nach der Idealbesetzung sind.

Viele VfR-Anhänger dürften das Thema „Punktabzug“ sicherlich leid sein, dennoch kann die vorherige Saison im Hinblick auf etwaige Stärken der VfR-Mannschaft auch als Pluspunkt ausgelegt werden. Das Team zeigte sich dabei stets als Einheit, ließ sich von den Nebengeräuschen nichts beeinflussen.

Wünschenswert ist es aus Aalener Sicht sicherlich auch, dass die Balance zwischen Defensive und Offensive weiterhin so stimmt, wie in der letzten Saison. 52 Tore erzielte die Vollmann-Elf dabei, gleichzeitig ließ die Abwehr nur 36 gegnerische Treffer zu.

Peter Vollmann Trainer Aalen

Geht mit dem VfR in die dritte Saison: Peter Vollmann

Der Trainer

Der 59-Jährige geht in seine dritte Saison mit den Schwarz-Weißen. Nach dem Zweitligaabstieg in der Saison 2014/15 übernahm er die Ostalbstädter und sicherte anschließend die Klasse in der 3. Liga. In den bisherigen 81 Pflichtspielen gab es im Schnitt 1,32 Punkte.

In Sachen Erfahrung dürfte Vollmann keiner was vormachen, der Fußballehrer kann in seiner Vita bereits auf viele Engagements zurückblicken. Neben Rostock, Wiesbaden und Kiel, zählten auch Münster, Braunschweig und beispielsweise Fortuna Köln zu seinen Stationen.

Die mögliche Startelf

Taktisch präsentierte sich der VfR in der Vorsaison immer flexibe. Ob im 4-2-3-1, 4-1-4-1 oder 4-4-2 – der Aalener Kader bewies, das die angesprochene Balance zwischen Angriff und Verteidigung sichergestellt werden kann.

In der Offensive dürften Gerrit Wegkamp und Matthias Morys ihren Platz sicher haben, auch Rico Preißinger und Maximilian Welzmüller sind aus der Stammelf nicht wegzudenken.

Die Verteidigung erhielt zwar Verstärkung, das eingespielte Personal der Vorsaison dürfte jedoch nicht ersetzt werden. Mögliche Startaufstellung. Bernhardt – Schulz, Geyer, Müller, Traut – Vasiliadis, Welzmüller, Stanese, Bär – Morys, Wegkamp

Unser Fazit

Aalen kann ein ernsthafter Kandidat sein, wenn es darum geht, die Verfolger im Rennen um die Aufstiegsplätze anzuführen. Gelingt der Start, der mit den Partien gegen Fortuna Köln, den HFC, Chemnitz und Lotte sicherlich machbar erscheint, kann sich der VfR früh oben festsetzen. In der entscheidenden Saisonphase wird sich dann zeigen, ob die Mixtur aus erfahrenen und jungen Profis aufgeht. Der Aufstieg dürfte am Ende jedoch in anderen Stadien entschieden werden.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Warteliste

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