Werder Bremen II: Entsetzen über 1:7-Debakel

Kohfeldt beklagt mangelnden Widerstand

Schwer enttäuscht: Bremens Trainer Florian Kohfeldt

Über 1:7-Debakel entsetzt: Werder-Coach Florian Kohfeldt © imago/foto2press

Nach dem 1:7 bei Spitzenreiter SC Paderborn herrscht bei Werder Bremen II immer noch Entsetzen über das unerwartete Debakel. Außer die Fehler seiner Spieler beklagte Trainer Florian Kohfeldt besonders den eklatanten Mangel an ernsthaftem Widerstand.

Der Sieg war in der Höhe verdient, auch es komisch klingt nach einem 1:7. (Werder-Trainer Florian Kohfeldt)

In Bezug auf eine professionelle Haltung stellte der Coach seinem Team denn auch ein miserables Zeugnis für den Auftritt in Ostwestfalen aus. „Der Sieg war auch in der Höhe verdient, auch wenn es etwas komisch klingt nach einem 1:7. Am meisten enttäuscht mich, dass in der zweiten Halbzeit von meinen Jungs nahezu kein Aufbäumen zu sehen war“, sagte Kohfeldt auf der Vereins-Homepage der Bremer.

Zwar führte der 35-Jährige die Pleite aufgrund von Paderborns 3:0-Führung schon bis zur 20. Minute auch auf eine „Eigendynamik“ zurück. Dennoch hätte Kohfeldt mehr Bemühungen um Schadenbegrenzung erwartet: „Das darf nicht passieren“, meinte der Werder-Trainer im Fachmagazin Kicker (Heft 84 vom 16.10.2017).

Zweithöchste Niederlage der Liga-Geschichte

Durch das deprimierende Endergebnis haben die Werder-Bubis zu allem Überfluss auch noch einen Platz in den Liga-Annalen bekommen. Das 1:7 ist die zweithöchste Niederlage einer Mannschaft in der zehnjährigen Geschichte der Spielklasse. Noch deutlicher verlor nur Carl Zeiss Jena vor über sieben Jahren mit 0:7 gegen den 1. FC Saarbrücken.

Für Werder bedeutete die Pleite außerdem den Tiefpunkt einer bereits seit mehreren Wochen anhaltenden Negativentwicklung. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen und insgesamt sogar schon acht Begegnungen in Folge ohne Sieg (drei Zähler) sind die Hanseaten trotz ihres zuvor vielversprechenden Saisonstarts inzwischen auf Rang 16 wie in der Vorsaison wieder in bedrohliche Nähe zur Abstiegszone abgerutscht.

Innerhalb der Mannschaft ist allerdings für das anstehende Punktspiel gegen die Sportfreunde Lotte (Samstag) schon der Drang nach Wiedergutmachung spürbar. Mittelfeldspieler Dennis Rosin setzte auf Werders Internetseite jedenfalls auf eine Trotzreaktion: „Wir müssen die Partie jetzt aufarbeiten und schnellst möglich aus den Köpfen kriegen. Und dann müssen wir weitermachen.“

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