1.FC Magdeburg: Härtel mit irrer Forderung

Trainer fordert zum Elfer schinden auf

Florian Kath und Jens Härtel vom 1.FC Magdeburg

Fordert von Kath (l.) und Co, such öfter fallen zu lassen: Magdeburg-Trainer Jens Härtel. ©Imago

Greift der 1. FC Magdeburg im Aufstiegskampf auf unlautbare Mittel zurück? Eine von Trainer Jens Härtel in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 01.02.2017) getätigte Forderung sorgt zumindest für Diskussionsstoff. „Wenn es schon aus dem Spiel nicht klappt, dann kann man sich aber auch mal fallen lassen und Elfer schinden“. Der 1.FC Magdeburg hat in der 3. Liga mit sieben erhaltenen Elfmeter die meisten Strafstöße (gemeinsam mit Münster) zugesprochen bekommen. Was steckt also hinter seiner Aussage?

Auch in Zukunft werde ich nur fallen, wenn ich wirklich gefoult werde. (Florian Kath)

Laut Bild bemängelt Härtel, dass einzelne Spieler wie Florian Kath zwar viel einstecken müssen, sich aber bei Fouls zu selten die – dann berechtigten – Frei- oder Strafstöße holen – sprich fallen lassen. Der angesprochene Florian Kath geht mit dem Trainer nur teilweise konform. Die Freiburger Leihgabe sagt zwar, dass er das Gefühl bei Körperkontakt auch zu fallen, erlernen will, möchte aber nicht den Fair-Play-Gedanken abstoßen. „Aber auch in Zukunft werde ich nur fallen, wenn ich wirklich gefoult werde. Ein Schwalbenkönig wie Arjen Robben widerspricht meinem Charakter.“ 

Wie reagieren die Schiedsrichter?

Die Hintergründe von Härtels Aussage mögen richtig sein, seine Formulierung ist allerdings extrem unglücklich und wird bei den Schiedsrichtern in der 3.Liga sicherlich dafür sorgen, dass sie bei der Zweikampf-Bewertung der Magdeburger Spieler noch genauer hinschauen.

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