VfL Osnabrück: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Team des VfL Osnabrück jubelt

Eine facettenreiche Saison liegt hinter den Niedersachsen. ©Imago

Der VfL Osnabrück zählt erfahrungsgemäß zum erweiterten Favoritenkreis, wenn es um den Aufstieg in die 2. Bundesliga geht. Anfangs sah auch alles danach aus, dann leisteten sich die Niedersachsen eine kleine Auszeit. Zum Ende der Spielzeit machten die „Lila-Weißen“ erneut auf sich aufmerksam – im negativen Sinne.

Liga-Drei.de blickt auf die Spielzeit zurück und zeigt zudem, was gut lief, was schlecht war und wer überrascht bzw. enttäuscht hat.

Was war gut?
Die erste Saisonphase, bei der ein Derbysieg gegen den SC Preußen Münster den Anfang machte, verlief aus VfL-Sicht optimal. Bis kurz nach der Winterpause mischte das Team von Trainer Joe Enochs im Aufstiegsrennen mit. Dabei präsentierten sich die Niedersachsen gewohnt heimstark.

Was war schlecht?
Wie und warum das Team die eigene Chance auf den Sprung ins deutsche Fußball-Unterhaus aus der Hand gab, bleibt ein Rätsel. Die Niederlagen gegen Paderborn, Mainz II, Bremen II, Wehen Wiesbaden und Rot-Weiß Erfurt waren zwar nicht gänzlich unverdient, von einem Aufstiegsaspiranten hätte man jedoch mehr erwarten können.

Kwasi okyere Wriedt jubelt für den VfL Osnabrück

Ein „lila-weißer“ Gewinner: Kwasi Okyere Wriedt ©Imago/osnapix

Wer hat überrascht?
Sicherlich zählt Kwasi Okyere Wriedt zu den Gewinnern der Saison, mit 12 Toren stellte er den gefährlichsten Schützen der Niedersachsen. Der 22-Jährige kickte zuvor in der Regionalliga.
Überrascht hat zudem der Trainer, Joe Enochs führte die beiden Eigengewächse und Junioren-Nationalspieler Steffen Tigges und Sebastian Klaas kontinuierlich an die erste Mannschaft heran.

Wer hat enttäuscht?
Addy-Waku Menga, Marc Heider und der ominöse „Mr. X“ – die Spielzeit fand für den VfL mit den Manipulationsvorwürfen ein unschönes Ende. 

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Der VfL hat sich vor der Spielzeit mit einigen Akteuren verstärkt. Im Tor mauserte sich Hertha-Leihspieler Marius Gersbeck zum sicheren Rückhalt, ein Verbleib an der Bremer Brücke erscheint derzeit möglich – wieder per Leihe. Ahmet Arslan entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer Alternative im Mittelfeld.

Nazim Sangaré, Konstantin Engel, Jules Reimerink, Marcel Appiah, Bastian Schulz und der bereits erwähnte Wriedt gehörten zum absoluten Stammpersonal. Bashkim Renneke und Robert Kristo erhielten ebenfalls einige Minuten. Kemal Rüzgar kam im Winter auf Leihbasis aus Düsseldorf und startete stark, ließ dann aber nach.

Wie geht’s weiter?
Marcel Ruschmeier wurde mit einem Profivertrag ausgestattet und kommt aus der U21, Michael Hohnstedt verlässt den Verein hingegen. Die Leihen von Rüzgar und Mohamed El-Bouazzati laufen aus. Offen ist hingegen die Zukunft von Wriedt, der MSV Duisburg hat Interesse an einer Verpflichtung bekundet. Keeper Gersbeck soll derweil noch ein weiteres Jahr an der Bremer Brücke bleiben.

Es könnte einen Geldsegen geben, den der VfL im Rahmen der Lizenzierung gebrauchen könnte. Weitere Neuzugänge stehen jedoch noch nicht fest. Zunächst bleibt zudem abzuwarten, wie die Geschichte rund um den Manipulationsverdacht endet.

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