VfL Osnabrück: Enochs bleibt auf dem Teppich

Keine voreilige Euphorie nach dem Sieg gegen Chemnitz

Joe Enochs, Coach des VfL Osnabrück.

Osnabrücks Trainer Joe Enochs sieht aktuell keinen Grund für besondere Euphorie. ©Imago

Die Welt in Osnabrück sieht an diesem Montag ein wenig besser aus als in den vergangenen Wochen. Nach zuvor fünf Pleiten in sechs Spielen schaffte der VfL am Samstag beim weitestgehend überzeugenden 3:0 gegen den Chemnitzer FC den zweiten Heimsieg in Folge.  Mit aktuell 42 Punkten haben die „Lila-Weißen“ damit nur noch einen Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz, den aktuell der kommende Gegner Jahn Regensburg belegt. Allerdings muss dabei noch abgewartet werden, wie das Nachholspiel der Sportfreunde Lotte am Mittwoch gegen Großaspach endet.

Wir sollten immer wissen, wo wir hergekommen sind. (Joe Enochs)

Dennoch: Für den VfL war es am Samstag eindeutig ein Schritt nach vorne. Das sah sicherlich auch Trainer Joe Enochs so, voreilige Euphorie will er allerdings nicht aufkommen lassen. Im kicker (Heft 24/17 vom 20.03.2017) sagte der US-Amerikaner: „Chemnitz ist nicht mit dem letzten Aufgebot angereist, aber sie hatten viele verletzte und gesperrte Spieler. Also: Wir sollten immer wissen, wo wir hergekommen sind.“

Umstellung zahlt sich aus

Was Enochs meint: Der VfL Osnabrück hat zuletzt ein sehr tiefes Tal durchschritten. Nachdem die Mannschaft lange auf einem Aufstiegsplatz stand, stürzte sie durch die Niederlagen-Serie der vergangenen Wochen zeitweise bis auf Rang neun ab. Deshalb hatte der Trainer zwischenzeitlich auch gesagt, dass man zunächst aufpassen müsse, nicht abzusteigen. Dieses Thema dürfte seit Samstag aber vom Tisch sein.

Wenn wir unsere Leistung konstant bringen, können wir jeden schlagen. (Nazim Sangaré)

Einer, der entscheidend dazu beigetragen hat, war Nazim Sangaré, den Enochs offensiver aufstellte als in den vergangenen Monaten. Der Schritt wurde belohnt, Sangaré traf zum 1:0 und war auf Seiten der Osnabrücker bester Mann auf dem Platz. Der 22-Jährige hofft, dass der Sieg gegen Chemnitz der Wendepunkt hin zum Guten war: „Wir haben in den letzten Wochen viel verbockt, aber wenn wir es schaffen, unsere Leistung konstant zu bringen, können wir jeden schlagen.“

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