1. FC Magdeburg: Beck droht die Bank

Wollitz kündigt Veränderungen an

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 18.02.2020 | 10:57

Christian Beck gegen den CFC.

Seit vier Spielen wartet Magdeburgs Kapitän Christian Beck (m.) auf einen Treffer. ©imago images/Noah Wedel

Beim 1. FC Magdeburg wird der Ton nach dem siebten sieglosen Spiel in Folge rauer und für die Spieler soll es unangenehmer werden - zumindest, wenn es nach Trainer Claus-Dieter Wollitz geht.

"Ich habe bisher viele Abläufe nicht verändert. Doch damit ist Schluss. Jetzt werde ich meine Ideen noch mehr einbringen und umsetzen", kündigt der 54-Jährige in der Volksstimme Veränderungen an, die vor allem das Sturmzentrum und den dort gesetzten Kapitän Christian Beck betreffen: "Das System, das ich spielen lasse, verlangt einen Spieler, der das anders interpretiert", schiebt er die Begründung gleich hinterher.

Ernüchternde Bilanz

Seit vier Spielen sitzt Wollitz auf dem Trainerstuhl des FCM, auf den ersten Sieg wartet er aber noch: Zwei Niederlagen und zwei Unentschieden lautet die ernüchternde Bilanz. Dass die Mannschaft zudem nur drei Tore erzielte, lässt erkennen, dass sie die Spielidee des Trainers noch nicht verinnerlicht hat, geschweige denn in der Lage war, diese auch auf den Rasen zu bringen.

Dass Beck selbst mehr von sich erwartet, damit ging er bereits in der Vorwoche offensiv um. Er wolle mehr vorangehen, erklärte er dabei, blieb den Nachweis, dies auch in die Tat umzusetzen, am Wochenende gegen Chemnitz jedoch schuldig. Dass der 31-Jährige als alleinige Sturmspitze auch von den Zuspielen seiner Mitspieler abhängig ist und diese gegen CFC weitestgehend ausblieben, will Wollitz scheinbar nicht als Argument gelten lassen.

Offensiv könnte was gegen 1860 gehen

So könnte neben dem personellen auch ein Systemwechsel vollzogen werden, der bereits am Samstag zur Halbzeit Anwendung fand: Mit Anthony Roczen brachte Wollitz einen zweiten Angreifer, was zwar für mehr Torgefahr der Hausherren sorgte, die trotzdem einen Elfmeter benötigten, um den Ausgleich zu erzielen.

In der Wintervorbereitung deutete Daniel Steininger an, eine mögliche Lösung für die fehlende Durchschlagskraft zu sein. Der Neuzugang aus Fürth hatte zuletzt jedoch noch mit den Nachwehen einer Meniskusverletzung zu kämpfen, fehlte an den beiden vergangenen Spieltagen im Aufgebot.

Egal, wem Wollitz am kommenden Sonntag für das Gastspiel bei 1860 München das Vertrauen schenkt: Die seit fünf Spielen auf eigenem Geläuf ungeschlagenen "Löwen" bieten trotz starker Formkurve dem Gegner auch immer etwas an, blieben in keiner dieser Partien ohne Gegentor.

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