1. FC Magdeburg: Beck fordert offensive Entlastung

Angreifer bemängelt Berechenbarkeit

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 22.07.2020 | 09:00

Christian Beck beim Torjubel gegen Jena.

Christian Beck will mit Magdeburg in der kommenden Saison häufiger jubeln. ©imago images/Matthias Koch

49 Tore erzielte der 1. FC Magdeburg in der abgelaufenen Saison, nur drei Mannschaften trafen noch seltener. Die schwache Torausbeute stand im starken Kontrast zur Defensive, mit 42 Gegentoren die zweitbeste. Kein Wunder also, dass Christian Beck für die kommende Saison den Fokus auf die Abteilung Angriff legt.

"Wir dürfen nicht so leicht ausrechenbar sein", fordert der Kapitän daher gegenüber der Volksstimme. Aus gutem Grund: Mit elf Treffern führte Beck die teaminterne Torjägerliste an, direkt dahinter folgte Sören Bertram mit zehn Toren. Die Nummer drei in dieser Liste ist mit Jürgen Gjasula ein Defensiv-Allrounder, dessen sechs Treffer zudem allesamt aus Strafstößen resultierten.

über fehlende Torgefahr
„ Wir müssen in allen Mannschaftsteilen geschlossener auftreten und torgefährlicher werden, mehr Abschlüsse haben. ”
Christian Beck

"Wir müssen in allen Mannschaftsteilen geschlossener auftreten und torgefährlicher werden, mehr Abschlüsse haben. Das gilt für das Mittelfeld, die Außenspieler, aber auch für die Stürmer", will Beck die Last des Toreschießens in Zukunft auf mehrere Schultern verteilen.

Entlastung in vorderster Front hat Magdeburg bereits mit Kai Brünker verpflichtet. Der Angreifer kommt von Großaspach, als klassischer "Sturmbulle" stellt er zudem einen Gegenentwurf zu Beck und Bertram dar, erweitert somit die Möglichkeiten von Trainer Thomas Hoßmang um einen neuen Spielertyp.

Kreativabteilung die nächste Baustelle?

Am eigentlichen Problem, das auch Beck thematisiert, ändert aber auch das Personal in der Sturmspitze wenig: das benötigt bekanntlich Zuspiele. "Ich lebe von Flanken und bin deshalb bis zu einem gewissen Punkt von meinen Mitspielern abhängig", sagt der 32-Jährige stellvertretend für seine Kollegen im Angriff.

In der Kreativabteilung ist der 1. FC Magdeburg bislang aber nur auf Seiten der Abgänge tätig geworden. Mit Mario Kvesic hat ein Spieler den Klub verlassen, der für die kreativen Momente zuständig ist und bislang nicht ersetzt wurde. Auch auf den Flügeln sind Verstärkungen bisher nicht präsentiert worden.

Um die von Beck angesprochenen Probleme zu lösen, dürfte Geschäftsführer Mario Kallnik in Zusammenarbeit mit Hoßmang nun diese Baustellen in Angriff nehmen, um eine Saison wie die vergangene nicht erneut erleben zu müssen.