1. FC Magdeburg: Finalgegner im Porträt

Lok Stendal freut sich auf den FCM

Niclas Buschke von Lok Stendal gegen Fabian Döbelt von Eilenburg

Niclas Buschke (r.) stürmte mit Lok Stendal ins Finale des Sachsen-Anhalt Pokals. ©Imago/opokupix

Im Finale des Sachsen-Anhalt Pokals trifft der 1. FC Magdeburg am Pfingstmontag (Anstoß: 12:30 Uhr, live in der Konferenz auf ARD) auf den 1. FC Lok Stendal. Für den Verein aus der Oberliga ist das Endspiel gegen den großen Nachbarn ein ganz besonderes Ereignis.

Starke Jugendarbeit

Ralf Troeger, seines Zeichens Sportvorstand bei Lok, ist sehr stolz auf das Erreichte. Schließlich baut der Verein seit Jahren kontinuierlich eine gute Jugendabteilung auf. Immer wieder wirft sie Früchte für die eigene Herren-Mannschaft, aber auch für größere Klubs wie Pokalgegner Magdeburg oder auch den VfL Wolfsburg ab.

Hauptberufliche Fußballer sucht man bei Lok Stendal vergeblich, alle Spieler gehen einem Beruf, einem Studium oder einer Ausbildung nach. Trainiert wird meist nur dreimal in der Woche. „Die Spieler sind Amateure im reinsten Sinne des Wortes,“ streicht Troeger nochmal den Unterschied zum kommenden Gegner heraus.

Die Spieler gehen auf dem Zahnfleisch. (Lok-Sportvorstand Ralf Troeger)

Dass Lok im Vorjahr den Aufstieg in die Oberliga geschafft und nun gute Chancen auf den Klassenerhalt hat, stuft man in Stendal daher auch sportlich höher ein als das Erreichen des Pokalfinals. Der Fokus liegt demnach auf den letzten Saisonspielen, von denen das nächste schon am Donnerstag ansteht.

In der Vorbereitung auf den Pfingstmontag wird sich die Mannschaft vermehrt um Regeneration bemühen. „In dieser Phase der Saison nach vielen englischen Wochen gehen die Spieler schon auf dem berühmten Zahnfleisch, „ so Troeger.  

Vorfreude auf Magdeburg und den DFB-Pokal

Dennoch wird es für die Spieler wie die Fans ein Festtag, im Magdeburger Germer-Stadion gegen eine hochkarätige Mannschaft wie den FCM, die von zahlreichen Fans gefeiert werden wird, anzutreten. Dennoch möchte Troeger den eigenen Anhang nicht unterschätzt wissen. „Durch die für unsere Verhältnisse erfolgreichen letzten Jahre ist bei uns eine eigene Fangemeinde entstanden.“ 

Eine organisierte Anreise der Anhänger aus Stendal zum Endspiel wird es allerdings durch die Nähe, aber auch auf Grund der kurzen Vorlaufzeit nicht geben. Reisebusse waren nicht mehr zu kriegen, und die meisten Fahrer der städtischen Linienbusse sind auf Grund der Ferien im Urlaub.

Im Sommer gibt es in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals aber schon das nächste Highlight, zu dem sich ganz Stendal einfinden kann. Dafür ist man dem 1. FC Magdeburg bei Lok Stendal natürlich äußerst dankbar, denn ohne den Aufstieg der Elf von Jens Härtel wäre Lok nun nicht bereits sicher dabei.

Sollte dann tatsächlich eines der ganz großen Lose gezogen werden, müsste die Stadt noch prüfen, ob die Kapazität des eigenen Stadions kurzfristig erhöht werden könnte, oder ob man in ein größeres ausweichen müsste. Für die Anreise der Fans werden dann mit Sicherheit rechtzeitig Busse zur Verfügung stehen.

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