1. FC Magdeburg: Glinker gibt sich kämpferisch

Keeper erhält die Rückennummer eins

Jan Glinker, Torwart Magdeburg

Jan Glinker trägt beim FCM die Nummer eins – doch wird er auch Stammkeeper? ©Imago

In der Elbstadt blieb auch die Torhüter-Position in diesem Sommer nicht von Veränderungen verschont. Leopold Zingerle, über weite Strecken der abgelaufenen Saison Stammkraft im Magdeburger Tor, wechselte zum SC Paderborn, Lukas Cichos wurde an den FSV Zwickau verliehen. Gleichzeitig begrüßte der FCM mit Alexander Brunst und Mario Seidel zwei neue Akteure auf dieser Position.

Weiterhin dabei ist Jan Glinker, mit seinen 33 Lenzen ist der gebürtige Berliner der derzeit zweitälteste Profi hinter Kapitän Marius Sowislo (34). Im Interview mit der Magdeburger Volksstimme äußerte sich der Keeper nun zur aktuellen Situation in der Elbstadt und gibt zudem Einblicke in seine Gefühlswelt.

Vorteil Glinker?

„Natürlich hat mich das überrascht. Wenn man jemanden zur Nummer eins macht, dann wird mit dieser Person normalerweise auch verlängert“, zeigt sich auch Glinker überrascht von dem Zingerle-Abschied in diesem Sommer. „Wir haben darüber diskutiert, weil wir ja ein gutes Verhältnis hatten. Wir konnten die Entscheidung aber beide nicht beeinflussen“, führt der Schlussmann seine Überlegungen fort.

Zingerle hinterließ die Rückennummer eins – diese wird zukünftig Glinker auf seinem Trikot tragen. Doch wird er auch als Stammkeeper in die Saison starten? „Damit habe ich mich noch überhaupt nicht beschäftigt. Ich konzentriere mich auf das Training und gebe in jeder Einheit das Maximum. Die Testspiele, in denen ich ran darf, möchte ich vernünftig absolvieren und dann lasse ich mich überraschen, was herauskommt“, zeigt sich der 33-Jährige realistisch.

Vielleicht kommt ihm dabei zu Gute, dass er bereits einmal den Kampf um den Platz im Gehäuse verloren hat. „Als ich im Sommer vor einem Jahr die Nummer eins vor Leopold war, hätte ich aus manchen Trainingseinheiten noch mehr rausziehen müssen. Im Training kam ich vielleicht nicht immer an die 100 Prozent, weil ich ja wusste, dass ich die Nummer eins war“, reflektiert Glinker.

Chancenlos waren die Magdeburger hingegen im Testspiel gegen Eintracht Braunschweig, welches mit einer 1:6-Pleite endete. Im zweiten Spielabschnitt kam dabei Glinker zum Einsatz, fünf Gegentreffer musste er allerdings nach dem Seitenwechsel aus dem Netz holen.

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