1. FC Magdeburg: Hoßmang benennt offensive Probleme

"Zu viele Fehler im Spielaufbau."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 05.12.2020 | 09:19
Thomas Hoßmang beim 1. FC Magdeburg

Viel zu justieren: FCM-Trainer Thomas Hoßmang. ©Imago images/Christian Schroedter

So manche Statistik ist trügerisch: Der FCM verlor nur eins der letzten sechs Spiele, kassierte dabei nur vier Gegentore – und tritt trotzdem im Tabellenkeller auf der Stelle. Der Grund ist die weiterhin maue Offensive. Pro Spiel kommt der 1. FC Magdeburg lediglich auf 0,86 Treffer, was auch am gestrigen Freitag gegen den SV Meppen zu erkennen war.

Auch die Hereinnehme von Sören Bertram vermochte dem FCM nicht mehr Zug zum Tor zu verleihen und so bewertete FCM-Coach Thomas Hoßmang die Tatsache, dass seine Mannschaft jetzt zwei Spiele in Folge kein Gegentor kassierte nicht über, sondern sagt: „Wir müssen darüber reden, warum wir offensiv keine Lösungen gefunden haben.“

Zu wenig Ertrag aus Ballbesitz

Die Antworten, die gibt sich der Fußballlehrer gleich selbst: „Zu viele Fehler im Spielaufbau“, erkannte Hoßmang auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, außerdem habe der FCM „viele verkehrte Entscheidungen getroffen, was tiefe Läufe, was auch mal eine Flanke aus dem Halbfeld betrifft“.

Letzteres sah Hoßmang nur gegen Ende des Spiels von Sebastian Ernst. Größtenteils versandeten die Hereingaben während der Partie allerdings im Nichts, die Taktik, dass die Angreifer lange Bälle festmachen sollten, ging nicht auf. Hoßmang erkannte in dieser Hinsicht: „Keine gute Positionierung.“

Verspricht die Analyse der Fehler und der Umsetzung allerdings Besserung für die kommende Partie gegen den VfB Lübeck? Der Aufsteiger schaffte zwischenzeitlich, was dem FCM verwehrt bleibt, nämlich eine Balance zwischen Defensive und Offensive zu kreieren. „Am Ende müssen wir um den Punkt froh sein“, sagt Hoßmang nach dem Spiel gegen Meppen – gegen Lübeck wäre ein Remis allerdings wohl zu wenig, um von der Stelle zu kommen.