1. FC Magdeburg: Kallnik fordert „Erfolgsgier“

Selbstüberschätzung möglicher Grund für Rückschläge

Mahnung zur Entschlossenheit: Magdebugs Manager Mario Kallnik

Fordert unbedingten Siegeswillen: FCM-Manager Mario Kallnik © Imago

Für den 1. FC Magdeburg steht im Drittliga-Hit gegen den SV Wehen Wiesbaden (Samstag) der vorläufige Verbleib in der Aufstiegszone auf dem Spiel. Nach den Niederlagen in den drei zurückliegenden Pflichtspielen fordert Geschäftsführer Mario Kallnik von den Elbestädtern eine Besinnung auf ihre Stärken.

Wir haben vielleicht geglaubt, was Beobachter gesagt haben. (FCM-Manager Mario Kallnik)

Als Ursache für die jüngsten „Nullnummern“ der Mannschaft von Trainer Jens Härtel sieht Härtel hauptsächlich eine Überschätzung der eigenen Möglichkeiten aufgrund der vorherigen Positivserie an. Nach dem entsprechenden „Lob aus ganz Deutschland haben wir vielleicht ein Stück weit geglaubt, was die Beobachter gesagt haben“, meinte Kallnik in der Magdeburger Volksstimme.

Durch „Prozesse im Unterbewusstsein“, wie der Manager in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 03.11.2017) ergänzte, könne aus Selbstvertrauen auch ein falsches Selbstverständnis entstanden sein. „Dagegen hilt eigentlich nur bedingungslose Erfolgsgier, etwas wirklich Großes erreichen zu wollen“, sagte Kallnik weiter und fügte mahnend hinzu: „Eine Erfolgsserie ist aber leider nichts Großes“.

Position in Aufstiegszone gefährdet

Der FCM ist durch seine Niederlagen gegen Aufsteiger SpVgg Unterhaching (0:3) und bei Zweitliga-Absteiger Karlsurher SC (0:1) nach Wochen als erster Verfolger von Spitzenreiter SC Paderborn noch hinter Fortuna Köln auf den Aufstiegsrelegationsplatz zurückgefallen. Im Falle einer Niederlage gegen den derzeitigen Tabellenvierten Wiesbaden würden auch die Hessen vorerst an Härtels Mannschaft vorbei auf Platz drei vorrücken.

Zur Trendwende muss das FCM-Team aus Kallniks Sicht vorrangig die Nackenschläge der vergangenen Tage ausblenden. Zweifel würden zu Niederlagen führen, und „wer zweifelt, der verliert am Ende des Tages“.

Noch wichtiger als die Rückkehr in die Erfolgsspur ist dem 42-Jährigen in der Begegnung mit Wiesbaden eine Vorstellung mit sichtbarem Siegeswillen. Unabhängig vom Ergebnis hat für Kallnik höchste Bedeutung, „dass wir von Anfang bis Ende entschlossen auftreten“.

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