1. FC Magdeburg: Krämer vermisst Geilheit auf Tore

Offensiv noch viel Luft nach oben

Dominik Ernst gegen Duisburg.

Zum Abschluss wie hier Dominik Ernst kam Magdeburg gegen den MSV nur selten. ©imago images/Jan Huebner

Stark angefangen, stark nachgelassen – für den 1. FC Magdeburg schien gegen Duisburg mehr drin zu sein als der letztendlich errungene Punkt. Abgesehen von der ersten Viertelstunde, in welcher der FCM klar tonangebend war, präsentierten sich die Gastgeber über weite Strecken aber zu harmlos in Strafraumnähe, um über ein Remis hinauszukommen.

Die letzte Geilheit auf Tore haben wir vermissen lassen“, monierte Trainer Stefan Krämer auf der anschließenden Pressekonferenz. Zwar lobte der 52-Jährige ausdrücklich das Gegenpressing seiner Mannschaft und wie diese nach Ballverlusten sofort nachsetzte, allerdings wusste sie nach einem Ballgewinn zu selten, etwas mit dem Spielgerät anzufangen.

Magdeburg schaltet zu behäbig um

„Wenn wir dann den Ball hatten, hatten wir viele kleinere Fehler drin die auch Körner kosten“, ärgerte sich Krämer über so manche Kontermöglichkeit, die Magdeburg selbst im Keim erstickte. So wurde dem Gegner immer wieder genug Zeit eingeräumt, sich zu sortieren und seine defensive Grundordnung zu finden.

Dass der FCM gegen solche Bollwerke Schwierigkeiten hat, wurde nicht erst gegen den MSV deutlich. Bereits in Chemnitz und Jena gelang es der Krämer-Elf selten, Lücken in die Abwehr eines tiefstehenden Gegners zu reissen.

„Torgeiler“ auf dem Betzenberg?

So fehlte gegen den MSV ein Akteur, der die beiden Flügelstürmer Marcel Costly und Sirlord Conteh in Szene setzen konnte. Da Mario Kvesic, dem diese spielgestaltende Rolle eigentlich zugedacht ist, mit einer Verhärtung ausfiel, bot Krämer seine Schützlinge erneut in einem 4-4-2-System auf. Doch weder Charles Elie Laprevotte noch Björn Rother konnten aus etwas zurückgezogener Position den Ausfall des Kroaten kompensieren.

Mehr Räume dürften sich den Magdeburgern am nächsten Wochenende in Kaiserslautern öffnen: Die Roten Teufel blieben nur in einem ihrer vier Heimspiele ohne Gegentreffer. Dann dürfte auch Kvesic wieder hinter der Doppelspitze Christian Beck und Sören Bertram die Fäden ziehen.

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