1. FC Magdeburg: Künftig mehr Eigengewächse auf dem Platz?

Bessere Vorzeichen für Durchlässigkeit

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 29.07.2020 | 10:40

Thomas Hoßmang beim 1. FC Magdeburg

FCM-Trainer Thomas Hoßmang hat weiterhin einen guten Draht ins NLZ. ©Imago images/Christian Schroedter

Aktuell laufen die Planungen auf Hochtouren beim 1. FC Magdeburg. Sieben Neuzugänge stehen nach derzeitigem Stand fest, die meisten aus der Kategorie "entwicklungsfähig", Qualität wird vor allem für die Offensive sowie das zentrale Mittelfeld noch gesucht.

Was die langfristigen Planungen des FCM angeht, könnte es durchaus sein, dass der eigene Nachwuchs eine gewichtigere Rolle spielt. Das liegt natürlich an Trainer Thomas Hoßmang, der bekanntlich aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Magdeburger zum Cheftrainer der Profis befördert wurde, aber immer noch in regem Austausch mit den Verantwortlichen des Nachwuchsbereiches, allen voran NLZ-Leiter Sören Osterland, steht.

"Grundsätzlich kommt das aktuelle Konstrukt dem Verein sehr zugute", deutet Osterland selbst in der Volksstimme an, dass sich die Bedingungen, die für die Durchlässigkeit vom Nachwuchs- in den Profibereich herrschen, zuletzt verbesserten.

Neue Chance für Harant?

In den letzten Jahren aber hatten es die Eigengewächse schwer, sich beim FCM durchzusetzen. Als Beispiel sei Philipp Harant zu nennen, der erst im Herbst 2019 mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet wurde, trotz seiner Variabilität in der abgelaufenen Saison nur zu sieben Einsätzen kam, sechs davon als Joker.

Unter Hoßmang agierte Harant noch nicht bei den Profis, da er zu Saisonende ausfiel. Allerdings kennen sich Coach und Spieler noch aus der U19 des Vereins, wonach sich wiederum bessere Vorzeichen für Harant auf mehr Spielzeit ableiten lassen.

Hoßmang selbst bewies jedenfalls bereits, dass er auch bei den Profis auf die Jugend setzt, indem er in der Endphase der Saison Julian Weigel, der einen Großteil der Saison als Kapitän der U19 auf dem Feld stand, Einsatzzeiten gewährte.

Für eben jene U19 ist seit knapp zwei Wochen Petrik Sander verantwortlich, der einst gemeinsam mit Hoßmang ein Trainergespann bildete. Ein weiteres positives Vorzeichen für eine bessere Durchlässigkeit der Magdeburger Eigengewächse in der Zukunft.