1. FC Magdeburg nimmt Antrag auf Spielverlegung zurück

Verein reagiert auf DFB-Entscheidung

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 26.05.2020 | 15:14
MDCC Arena in Magdeburg

Bei der Saisonfortsetzung muss die Magdeburger MDCC Arena leer bleiben. ©Imago images

Zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem DFB ging es in den letzten Tagen und Wochen munter hin und her. Der FCM, bekanntlich ein Verfechter eines Saisonabbruchs, beantragte beim Verband die Verlegung seiner Partien an den ersten beiden Spieltagen aufgrund zu geringer Vorbereitungszeit.

Der DFB ließ auf seiner Homepage ausrichten, dem Antrag der Magdeburger würde ein Irrtum zugrunde liegen, da auch ohne zwei positive Corona-Testreihen, die es zu diesem Zeitpunkt beim FCM noch nicht gab, ein Quarantäne-Trainingslager möglich sei. Diese Tatsache löste wiederum beim 1. FC Magdeburg Befremdnis aus.

Nachdem auf dem DFB-Bundestag am gestrigen Montag die Fortsetzung der Spielzeit beschlossen wurde, folgt nun das nächste Kapitel. Der 1. FC Magdeburg zieht seinen Antrag auf die Spielverlegung zurück – „zum Schutz der Gesundheit der Spieler“, wie es auf der Vereinshomepage heißt.

Folgen weitere Maßnahmen?

Der Grund: Auf dem außerdordentlichen DFB-Bundestag wurde die Regelung gekippt, wonach zwischen zwei Spielen einer Mannschaft mindestens 72 Stunden liegen müssen. Für den 1. FC Magdeburg ein erheblicher Eingriff in die eigene Souveränität.

Es bestehe die Gefahr, „dass kurzfristig verlegte Spiele zwischen bereits eng terminierte Spieltage gelegt werden und faktisch keine Korrekturmöglichkeit mehr auf solche, im Einzelfall künftig getroffene Entscheidungen des Spielleiters besteht. Dieser kann nun extrem kurzfristig und endgültig Spielansetzungen vornehmen.“

Noch scheint das letzte Wort aber nicht gesprochen worden zu sein. Der FCM bleibt bei seinem Standpunkt der zu geringen Vorbereitungszeit vor dem Wiederbeginn und behält sich „auch weiterhin eine Überprüfung der Wettbewerbsbedingungen des Re-Starts in Liga 3 vor“.