1. FC Magdeburg: Routiniers vorerst hintendran

Hoßmang setzt auf die Jugend & wird belohnt

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 17.10.2020 | 09:00
Sören Bertram beim Auswärtsspiel in Dresden.

Gegen Türkgücü saß Sören Bertram nur auf der Tribüne. ©imago images/Jan Huebner

Mit nur einem Punkt aus vier Spielen legte der 1. FC Magdeburg einen klassischen Fehlstart hin. Speziell die Torausbeute mit lediglich einem Treffer fiel äußerst mager aus, Christian Beck nahm die Angreifer in die Pflicht, es im Heimspiel gegen Türkgücü besser zu machen. Das taten sie – allerdings nicht so, wie wohl von Beck angedacht.

Der Stürmer war nämlich einer von drei Routiniers, die beim 2:0-Erfolg über den Aufsteiger ihren Platz in der Startelf abgeben mussten. Neben Beck saß Jürgen Gjasula auf der Bank, der Abräumer wurde im Gegensatz zum Kapitän aber wenigstens eingewechselt. Sören Bertram stand hingegen überhaupt nicht im Kader.

Hoßmang lässt Raum für Interpretationen

„Ich freue mich für die Jungs, dass sie das umgesetzt haben, was wir in der Woche im Training versucht haben zu machen“, sagte Trainer Thomas Hoßmang nach dem Abpfiff bei MagentaSport. Ein Statement, das durchaus Raum für Interpretationen lässt, scheiterte Magdeburg doch genau daran an den ersten vier Spieltagen.

Wenig Torgefahr, immer wieder Fehler im Passspiel und der im Vorjahr noch äußerst sattelfesten Defensive sorgten dafür, dass bereits frühzeitig Durchhalteparolen an der der Elbe gefragt waren. Eine deutliche Steigerung war erst gegen Türkgücü sichtbar, was auch Auswirkungen auf die Startelf im Hinblick auf die kommende Aufgaben habe dürfte.

Keine Wechsel gegen Verl?

Bereits am Dienstag hat der FCM mit Verl den nächsten Aufsteiger vor der Brust, der ähnlich wie die Münchner keineswegs nur auf Umschaltmomemente setzt. Andreas Müller, der im defensiven Mittelfeld äußerst giftig agierte, dürfte dort erneut den Vorzug vor Gjasula erhalten. Dass der 20-Jährige seine Vorstellung mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 krönte, dürfte ein weiteres Argument für eine erneute Startelf-Nominierung darstellen.

Auch im Angriff dürften sich Beck und Bertram damit abfinden müssen, vorerst hintendran zu sein. Das Duo Maximilian Franzke und Raphael Obermair blieb zwar ohne eigenen Treffer, ackerte aber auch gegen den Ball deutlich mehr mit und fügte sich damit in eine Mannschaftsleistung ein, auf welcher in Magdeburg aufgebaut werden kann.