1. FC Magdeburg: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Sören Bertram beim Torschuss

Neuzugang beim FCM: Sören Bertram. ©Imago images/Jan Huebner

Ein Jahr nach dem furiosen Aufstieg kehrt der 1. FC Magdeburg zurück in Liga drei und stellt dabei vieles auf den Prüfstand. Eine ganze Reihe von Neuzugängen schlugen bei den selbsternannten „Größten der Welt“ auf – geht es mit diesen direkt in die oberen Tabellenregionen? Wir machen den Teamcheck und stellen Transfers, Form und mehr auf den Prüfstand.

Kader & Transfers

Viel blieb nicht vom FCM-Kader der vergangenen Saison, Leistungsträger wie Philip Türpitz oder jüngst Marius Bülter verließen den Verein, von anderen Akteuren trennten sich die Magdeburger ganz bewusst. Positiv jedoch: Mit Brunst, Müller, Preißinger sowie Angreifer Beck hat Magdeburg eine Achse, die den Ton angeben kann. Dazu blieb Timo Perthel, der Erfahrung und Mentalität mitbringt.

Letzteres erwarten die Magdeburger auch von den Sommer-Neuzugängen. Die vielbeschwörte FCM-DNA könnten künftig Jürgen Gjasula vorleben, genauso wie der einsatzfreudige Sören Bertram. Als Taktgeber soll Mario Kvesic agieren.

Mit Dustin Bomheuer und Dominik Ernst kamen zwei weitere erfahrene Kicker, während viele junge Spieler den arrivierten Kräften aus der zweiten Reihe Dampf machen sollen. Konkurrenzkampf tobt in Magdeburg bereits in der Vorbereitung – was generell leistungsfördernd, bei falscher Moderation aber auch hemmend sein kann.

Die aktuelle Form

In den zurückliegenden Testspielen hielt sich die Elf von Trainer Stefan Krämer vornehmlich zurück. Vor dem 1:0-Sieg über den BFC Dynamo sowie dem 1:1 gegen Royal Antwerpen gab es einen 3:1-Triumph über Chemie Leipzig, mit dem der Coach allerdings nicht zufrieden war. Als Generalprobe für den Saisonstart soll der Test gegen Rotherham (14.7.) dienen. Dann will Krämer seine potentielle Startelf aufbieten.

Stärken & Schwächen

Trotz der Fluktuation auf dem Platz: Die sportliche Führungsriege ist mit Maik Franz und Mario Kallnik die alte, hier herrscht also Konstanz. Beide identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem Verein und bekommen auch in turbulenten Zeiten Rückendeckung von der Vereinsführung.

Ein klares Plus: Der 1. FC Magdeburg kann stets auf seine Fans bauen. In der Aufstiegssaison 2017/18 verlor der FCM nur ein Heimspiel. Die Anhänger unterstützen den Verein bedingungslos, haben eine hohe Erwartungshaltung – möglicherweise zu groß.

Nach dem Umbruch warten auf Magdeburg die üblichen Baustellen: Stefan Krämer muss es schnell schaffen, aus den neuen Spielern eine Einheit zu formen. Genauso muss es gelingen, eine Hierarchie zu bilden. Der Kader ist mit erfahrenen Spielern und jungen, hungrigen Talenten ausgeglichen besetzt.

Mario Kvesic im Gespräch mit Trainer Stefan Krämer

Klare Vorstellungen: Stefan Krämer (.). ©Imago images/Schroedter

Der Trainer

Stefan Krämer ist ein ausgewiesener Drittliga-Experte. Exakt 200 Mal stand er in dieser Spielklasse schon an der Seitenlinie, in Uerdingen, Erfurt, Cottbus und Bielefeld. Mit der Arminia gelang ihm 2013 der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Krämer steht für Offensivfußball und eine forsche Gangart. Zudem setzt er auf außergewöhnliche Motivationstechniken, wie uns Ex-Spieler Thomas Hübener im Gespräch verriet.

Fazit & Prognose

Der 1. FC Magdeburg hat einen Kader, der ohne weiteres um die Aufstiegsränge mitspielen kann. Trainer Stefan Krämer ist erfahren, zudem herrscht Konstanz und trotz der relativ großen Erwartungshaltung Ruhe.

Allerdings wird auch der FCM mit einer Eigenheit zu kämpfen haben, die die letztjährigen Absteiger auf die harte Tour erfahren mussten: Die Anpassung an die dritte Liga ist eine extrem schwere! Wenn den „Größten der Welt“ die Akklimatisierung schnell gelingt, sind sie ein Aufstiegskandidat.

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