1. FC Magdeburg: Wollitz folgt auf Krämer

Schnelles Ende der FCM-Trainersuche

Claus-Dieter Wollitz

Claus-Dieter Wollitz soll den FCM zu mehr Konstanz führen. ©Imago images/ Steffen Beyer

Update 18:15 Uhr:
Der 1. F.C. Magdeburg stellt Claus-Dieter Wollitz als neuen Trainer vor. Er erhält einen Vertrag bis 2021. „Die Aufgabe beim 1. FC Magdeburg stellt eine große Herausforderung dar, auf die ich mich freue. Es bleibt nicht viel Zeit bis die Liga wieder startet und es liegt viel Arbeit vor uns.“, so der ehemalige Cottbus-Trainer in der Mitteilung des Vereins.

Der ursprüngliche Artikel:
„In Analyse der großen Leistungsschwankungen unserer Mannschaft in der Vorrunde sehen wir unsere Entwicklungsziele gefährdet. An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei Stefan Krämer für seinen Einsatz und wünschen ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute.“ Mit diesem knappen Statement von Geschäftsführer Mario Kallnik verkündete der 1. FC Magdeburg gestern Abend die Trennung von Trainer Stefan Krämer.

Die ersten Reaktionen der Anhänger in den sozialen Netzwerken fielen negativ aus. Viele erinnerten den Leiter Lizenzbereich Maik Franz und Kallnik an ihre Ankündigung, den Wiederaufstieg innerhalb von drei Jahren schaffen zu wollen und das erste Jahr zur Konsolidierung nutzen zu wollen. Braunschweig und Kaiserslautern dienten als warnende Beispiele.

Ziele höher als behauptet?

Mit 27 Punkten befindet sich der FCM jedenfalls nicht in Abstiegsgefahr, nach oben sind es sogar überschaubare sechs Punkte zu Rang drei. Die Entscheidung der Sportlichen Führung zeigt also, dass intern die Ziele ehrgeiziger formuliert worden sind. „Je schneller desto besser“, hatte Franz im „kicker“ (Ausgabe vom 16.12.2019) dies sogar öffentlich durchblicken lassen.

Doch wer kann die erhoffte Konstanz auf hohem Niveau nun gewährleisten? Die Gespräche mit mehreren Kandidaten sollen bereits laufen.

Erfahrung und Offensivgeist

Nachdem sich der FCM in der letzten Saison von Jens Härtel getrennt hatte, ging es vor allem darum, den Spielstil attraktiver zu machen und zu Hause erfolgreicher zu sein. Dementsprechend wurden mit Michael Oenning und Stefan Krämer zwei grundsätzlich offensiv denkende Trainer geholt. Gemeinsam war ihnen auch, dass sie Erfahrung aufweisen konnten. 

Auf Grund letzteren Kriteriums und weil man vom einem jungen Trainer kaum die erhoffte Konstanz erwarten kann, sind Personalien wie Marco Kurth von RB Leipzig-Jugend, der schon als Härtel-Nachfolger gehandelt worden war, oder auch der jüngst in Braunschweig freigestellte Christian Flüthmann wohl eher kein Thema. Allerdings sind die Wege zwischen Braunschweig und Magdeburg durch die Freundschaft zwischen Franz und Eintracht-Vorstand Tobias Rau kurz.

Eine Ideallösung wäre wohl ein Trainer wie Meppens Christian Neidhart, der die 3. Liga kennt, seine Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelte und sehr ansehnlichen Fußball spielen lässt.

Überschaubares Feld

In jedem Fall einen spielerischen Ansatz und Kenntnisse der Liga verkörpert unter anderem Tomas Oral. Der frühere Ingolstädter hatte noch in der letzten Rückrunde beim FCI bewiesen, dass er eine Mannschaft mit gutem Fußball stabilisieren kann, auch wenn die „Schanzer“ in der Relegation scheiterten.

Unter den verfügbaren Trainern, die in der 3. Liga arbeiten würden, kann auch Claus-Dieter „Pele“ Wollitz Erfahrung aufweisen. Er löste kürzlich seinen Vertrag bei Energie Cottbus auf. Sein Nachfolger soll nach Informationen der „Bild“ (Ausgabe vom 23.12.2019) übrigens Magdeburgs Nachwuchsleiter Thomas Hoßmang werden.

Wollitz steht allerdings nur bedingt für attraktiven Fußball. Seine Mannschaften kommen eher über die Mentalität, die er mit emotionalem Coaching vorlebt. Das gilt auch für Daniel Bierofka, der sich außerdem eine längere Auszeit gönne wollte nach dem Aus bei 1860 München.

Vorstellbar ist allerdings auch, dass Kallnik und Franz nach Oenning und Krämer von diesem Profil abweichen. Der Zweck würde in diesem Fall die Mittel heiligen, was die Art des Fußball angeht. Zumindest sollen die beiden Magdeburger Macher Wollitz persönlich sehr schätzen.

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