1. FC Magdeburg: Zwei Alternativen für mehr Kreativität

Fehlende Ideen weiterhin ein Problem

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 | 09:15
Luka Sliskovic im Pokal gegen Darmstadt.

Auch Luka Sliskovic konnte dem Spiel gegen Halle keine Impulse verleihen. ©imago images/Christian Schroedter

Mit dem Ausscheiden im DFB-Pokal und der Derby-Niederlage am Sonntag lief der Saisonstart des 1. FC Magdeburg nicht gerade nach Plan. Unzufrieden herrschte wenig überraschend nach dem 0:2 gegen Halle, bei dem der FCM wahrlich keinen guten Tag erwischte.

Als „eine absolute Frechheit“ bezeichnete Kapitän Christian Beck am Mikrofon von MagentaSport die Darbietung in der ersten Hälfte, bemängelte, dass es seine Mannschaft „nur mit langen Bällen auf mich“ versucht habe. Spielerisch lief nicht viel zusammen beim FCM, der damit ein Muster und dessen Folgen aus der Vorsaison bereits wieder an den Tag legt.

Sliskovic & Jacobsen für mehr Spielstärke?

Auch da haperte es beim Herausspielen von Torchancen, was sich in nur 49 Treffern und somit der drittschwächsten Offensive in Liga drei niederschlug. Gegen den HFC fehlte es erneut an Ideen und Kreativität aus dem Mittelfeld heraus. Das Sturmduo Beck und Sören Bertram im ersten bzw. Beck und Kai Brünker im zweiten Durchgang hing so größtenteils in der Luft.

Für die kreativen Momente verpflichteten die Verantwortlichen eigentlich Luka Sliskovic vom FC Winterthur. Der offensive Mittelfeldspieler, in den vergangenen beiden Spielzeiten für den Schweizer Zweitligisten an je 20 Treffern direkt beteiligt, sah auf dem linken Flügel aber ebenso wenig Land wie Daniel Steininger auf rechts.

Spielerisch stockten die Angriffsbemühungen so bereits im defensiven Mittelfeld, wo weder Adrian Malachowski noch Jürgen Gjasula einen guten Tag erwischten. Sliskovic am kommenden Wochenende gegen 1860 München etwas weiter nach hinten zu ziehen könnte dieses Problem ein Stück weit beheben.

Da Brian Koglin den Nachweis schuldig blieb, ein passender Ersatz für den verletzten Tobias Müller zu sein, dürfte Gjasula gegen die „Löwen“ erneut in der Innenverteidigung zum Zug kommen. Die vakante Position auf der „Sechs“ könnte Rückkehrer Thore Jacobsen ausfüllen. Die Werder-Leihgabe bringt neben dem kämpferischen auch das spielerische Element im Mittelfeld-Zentrum ein und könnte so Sliskovic entlasten.