1860 München: 5 Wechsel? Gorenzel lässt ein Argument nicht gelten

"Für mich ist das keine konsequente Talentförderung."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 12.01.2021 | 11:46
Günther Gorenzel

Günther Gorenzel ist kein Freund von fünf Wechselmöglichkeiten. ©Imago images/Sven Simon

Seit dem gestrigen Montag ist es offiziell: Ab der Rückrunde, also dem 20. Spieltag, darf jeder Drittligist fünfmal pro Spiel wechseln. Dem Antrag des Drittliga-Ausschusses stimmte das DFB-Präsidium zu. Vorausgegangen war dem Antrag eine Abstimmung innerhalb der 3. Liga, ob das Wechselkontingent erhöht werden solle, was die Vertreter des TSV 1860 München ablehnten.

Günter Gorenzel will den Beschluss zwar „akzeptieren“, hat aber kein Verständnis für das Argument, durch mehr Wechselmöglichkeiten die Förderung der Jugendspieler verbessern zu können. „Für mich ist das keine konsequente Talentförderung. Das wäre der Fall, wenn mindestens ein U23-Spieler in der Startelf stehen müsste und vier weitere im Kader. Das wäre die konsequentere Haltung, um Talente einzubauen“, lässt Gorenzel über die Vereinshomepage der Löwen verlauten.

Mehr Raum im Kader, damit mehr Talente Drittliga-Luft schnuppern können, gibt es aber in naher Zukunft nicht bei den Drittligisten: Die Kaderstärke bleibt nämlich bei 18 Mann bestehen und wird nicht wie in der Bundesliga auf 20 angehoben.

Mit kleinem Kader erfolgreich

Der TSV 1860 München fährt in der laufenden Saison die Taktik, mit einem kleinen, dafür eingeschworenen Kader zum Erfolg zu kommen. Einige Leistungsträger wie Marco Hiller, Philipp Steinhart oder Sascha Mölders sind unantastbar. Dazu kommen einstige Talente, die den Sprung bereits geschafft haben, wie Dennis Dressel oder Fabian Greilinger sowie die nächste Generation an Löwen-Spielern wie Lorenz Knöferl oder Maxim Gresler, der gegen die U23 des FC Bayern kurz vor Schluss eingewechselt wurde.

Er war Spieler Nummer 21, der in dieser Saison mindestens eine Minute für den Traditionsverein auf dem Platz stand. Kein anderer Drittligist setzte in der laufenden Saison weniger Akteure ein.