1860 München: Der Ton wird rauer

Bierofka kündigt Konsequenzen an

1860-Coach Daniel Bierofka war mit dem Auftreten seiner Mannschaft unzufrieden.

War nach der Niederlage gegen Karlsruhe nicht gut auf seine Spieler zu sprechen: Daniel Bierofka. ©Imago/foto2press

Zum vierten Mal in Folge blieb 1860 München am vergangenen Wochenende sieglos, unterlag nach drei Unentschieden beim Karlsruher SC mit 2:3. Tabellarisch wirkt das auf den ersten Blick wenig bedrohlich, die Löwen stehen auf Platz elf. Bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gehen aber langsam die Alarmglocken an.

„Wir müssen uns jetzt alle hinterfragen. Ich, ob ich die richtigen Spieler aufgestellt habe, die Spieler, warum sie nicht die richtige Leistung in der ersten Halbzeit gebracht haben. Man darf Fehler machen, aber so darf man nicht auftreten“, polterte Trainer Daniel Bierofka in der Bild (Ausgabe vom 26.11.2018).

Löwen schwächeln auswärts

Vor allem mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft defensiv vor dem Seitenwechsel auftrat, konnte er nicht zufrieden sein. Alle drei Gegentreffer fielen vor der Pause und nach Standardsituationen, in denen sich seine Spieler im kollektiven Tiefschlaf befanden. Gegen defensiv kompakte Gastgeber war das Spiel so im Grunde bereits nach 45 Minuten entschieden.

Aufbauarbeit wird es keine geben, die bekommen jetzt Feuer. (Daniel Bierofka)

Erst sieben Punkte holte München aus seinen acht Auswärtsspielen, der bisher einzige Sieg gelang vor rund zwei Monaten in Aalen. Im Stadion an der Grünwalder Straße ist die Ausbeute mit zwölf Punkten aus acht Partien zwar besser, die magere Ausbeute aus Spielen in der Fremde kann das aber nicht kaschieren.

Konsequenzen gegen Zwickau

Darum verschärft Bierofka den Ton und kündigt an: „Aufbauarbeit wird es keine geben, die bekommen jetzt Feuer. Ich brauche Spieler, die Gras fressen und die muss ich jetzt finden.“ Am kommenden Samstag kommt Zwickau nach München, personelle Änderungen in der Startelf sind sehr wahrscheinlich.

Herbert Paul, nach überstandener Oberschenkelzerrung in der Schlussviertelstunde beim KSC eingewechselt, dürfte wieder in die Mannschaft rücken und ihr auf rechts mehr Stabilität verleihen. Marius Willsch müsste dafür seinen Platz räumen. Stefan Lex und Sascha Mölders sorgten nach ihren Einwechslungen für frischen Wind und dürfen sich ebenfalls Hoffnung machen.

Das Trainerteam wird in dieser Woche genau hinschauen, auf wen es sich aktuell verlassen kann. So oder so wird es für alle Spieler eine unangenehme Trainingswoche werden.

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