1860 München: Erdmann hat die Spitze im Visier

Verteidiger auch 2019/20 wenig zimperlich

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 11.07.2020 | 08:00

Dennis Erdmann gegen Anthony Roczen.

Dennis Erdmann (l.) ging auch in der Saison 2019/20 dorthin, wo es wehtut. ©imago images/Jan Huebner

Gerade mal drei Minuten waren in der jüngst beendeten Saison gespielt, da sah Dennis Erdmann zum ersten Mal die gelbe Karte. Der Verteidiger fügte sich bei 1860 München so ein, wie man ihn bereits von vorherigen Stationen kannte: Kompromisslos und robust in den Zweikämpfen.

13 weitere Verwarnungen sollten im Saisonverlauf hinzukommen, für die alleinige Spitzenposition reicht das jedoch nicht: Zwickaus Leon Jensen langte ebenfalls 14-Mal gelbwürdig hin - zumindest in den Augen der Unparteiischen. Mit 66 Kartons in Liga drei gehört Erdmann nun zu den Top-Ten in dieser Rubrik und könnte im kommenden Jahr gar die Spitze erklimmen.

Keiner ist so effektiv beim Karten sammeln

Die hat aktuell Kai Gehring inne, 72 Mal wurde er mit gelb verwarnt. Nachdem der Innenverteidiger seinen auslaufenden Vertrag in Großaspach jedoch um ein Jahr verlängerte und mit dem Klub in die Regionalliga geht, wird es bei dieser Zahl bleiben. Sechs weitere Male den Sprung in den Notizblock des Schiedsrichters zu schaffen, dürfte für Erdmann kein Problem sein.

Für Dresden, Hansa, Magdeburg und nun 1860 absolvierte er fünf Spielzeiten in der 3. Liga, lediglich beim FCM blieb er mit neun Verwarnungen im einstelligen Bereich. Zudem ist der gebürtige Frechener äußerst effektiv, wenn es um das Sammeln von gelben Karten geht.

Während die anderen Spieler der Top-Ten entweder an der 200-Spiele-Marke kratzen oder sie teilweise deutlich übertroffen haben, genügten ihm 146 Partien. Die Gelegenheit, in weiteren Einsätzen zu Gehring aufzuschließen und ihn auch zu überholen, dürften bei einem noch bis 2021 gültigen Vertrag in der bayerischen Landeshauptstadt gegeben sein.

Einen Verfolger sollte der 29-Jährige jedoch im Blick behalten: Nicolas Feldhahn, Kapitän der FC Bayern U23, sitzt ihm mit 65 gelben Karten unmittelbar im Nacken.