1860 München: Gebhart von Löwen-Abschied frustriert

Löwe vor ungewisser Zukunft

Timo Gebhart von 1860 München beim Training

Muss woanders wieder angreifen. Für Timo Gebhart ist bei den Löwen kein Platz mehr. ©Imago/Philippe Ruiz

Bei Timo Gebhart hat der unfreiwillige Abschied von 1860 München für tiefe Enttäuschung gesorgt. Der momentan noch verletzte „Löwe“ kann sich nach der Entscheidung des Klubs gegen eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit dem Gedanken an einen Wechsel noch nicht anfreunden.

Es ist ein krasses Gefühl. (Timo Gebhart)

Aus seiner entsprechenden Gemütsverfassung machte Gebhart in einem Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 08.06.2018) kein Hehl. „Es fühlt sich komisch an, ist ein krasses Gefühl, wenn man weiß, nicht mehr für den Verein, bei dem man Profi wurde, spielen zu dürfen“, sagte der 29-Jährige mit deutlicher Verbitterung.

1860 scheute das Risiko

1860 hatte sich zuletzt aufgrund von Gebharts Gesundheitszustand und fraglicher Perspektive gegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit entschieden. Der offensive Mittelfeldspieler laboriert an einem Achillessehnenanriss, nachdem der frühere U21-Nationalspieler kurz nach Saisonbeginn wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel schon für mehrere Monate ausgefallen und lediglich in der Endphase der Regionalliga-Punktrunde noch zweimal zum Einsatz gekommen war.

Die Vorbehalte des Aufsteigers gegen eine Weiterverpflichtung kann Gebhart, der 2017 nach neun Jahren zu seinem Stammklub zurückgekehrt war, nicht nachvollziehen. „Wir hätten eine Lösung gefunden“, betonte der ehemalige Bundesliga-Spieler seine ungewürdigt gebliebene Bereitschaft zu erheblichen Abstrichen in einem neuen Vertrag.

Auch Gebharts Berater Matthias Imhof hat wenig Verständnis für die „Löwen“-Entscheidung gegen ein „extrem“ leistungsbezogenes Angebot: „Meiner Meinung gibt es kein Risiko. Er ist krank geschrieben, kostet kein Geld. Wenn er fit wird, wäre er günstig. Wenn er nicht mehr fit wird, kann er eh keinen Fußball mehr spielen“, sagte Imhof der Abendzeitung.

Der Abschied aus Giesing und die unsicheren Zukunftsaussichten würden an Gebhart nagen, sagte der Berater weiter: „Er ist natürlich down.“

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