1860 München: Köllner muss an der Defensive basteln

Ohne Willsch Dreierkette möglich

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 06.11.2020 | 09:06
1860-Spieler Richard Neudecker.

Richard Neudecker könnte gegen Halle in etwas defensiverer Rolle gefragt sein. ©imago images/DeFodi

Bei 1860 München ist Marius Willsch bekanntlich als Rechtsverteidiger gesetzt. Trainer Michael Köllner funktionierte den eigentlich offensiv ausgerichteten Flügelspieler dauerhaft um, und der 29-Jährige lieferte auf der ungewohnten Position. Für das Heimspiel gegen Halle am Samstag muss Willsch allerdings passen.

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Duisburg laboriert der gebürtige Passauer an muskulären Problemen, ein Einsatz gegen den HFC ist somit vom Tisch. Die Krux für Köllner: Da Eigengewächs Ahanna Agbowo gesperrt fehlt, steht den „Löwen“ kein Rechtsverteidiger mehr zur Verfügung.

Dreierkette eine Option

Führt Köllner in der Kürze der Zeit also nicht die nächste Umschulung durch und lässt einen Akteur eine Art „Crash-Kurs für Rechtsverteidiger“ durchlaufen, könnte 1860 von der in dieser Spielzeit erfolgreich angewandten Viererkette abweichen und – wie bereits im Vorjahr zeitweise – auf eine Dreierkette umstellen.

Die ohnehin gesetzten Innenverteidiger Stephan Salger und Quirin Moll dürften in diesem Falle Unterstützung von Dennis Erdmann erhalten, der als dritte Glied der Kette noch mehr Zweikampfstärke und -härte verleihen würde. Diese Maßnahme könnte den Umstand etwas abschwächen, dass trotzdem noch ein Spieler für die rechte Außenbahn gesucht wird, der neben der Offensive dort auch die Defensive beackert.

Richard Neudecker oder Erik Tallig kämen hier in Frage, das Duo wurde von Köllner im bisherigen Saisonverlauf zwischen rechtem und offensivem Mittel hin- und hergeschoben. Bei der Entscheidung für Neudecker als Willsch-Ersatz käme dessen Vergangenheit ganz gelegen: In der Saison 2015/16 verteidigte er bereits fünf Mal auf der linken Außenbahn für die „Löwen“.