1860 München: Mehr Optionen für Köllner

Tim Linsbichler ist einer für die Zukunft

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 16.09.2020 | 09:24
Michael Köllner von 1860 München

Trainer Michael Köllner hat endlich Auswahl im Sturm. ©Imago images/Sven Simon

Wurde bisher nicht nur im Liga-Drei.de Teamcheck moniert, dass 1860 München mit Sascha Mölders allein im Sturm womöglich zu dünn besetzt sei, änderte sich dies gestern Abend schlagartig. Die „Löwen“ präsentierten mit dem 20-jährigen Tim Linsbichler und Martin Pusic gleich zwei neue Leute für das Angriffszentrum.

Nur Letzterer ist laut Aussage von Geschäftsführer Günther Gorenzel jedoch sofort als Option für die Profis gedacht. „Wir werden Tim die nächsten Jahre an den Profifußball heranführen“, so der 48-Jährige über den aus der Hoffenheimer U23 gekommenen Linsbichler.

Anders hingegen die Beurteilung des 32-jährigen Pusic. „Martin bringt enorm viel Erfahrung mit und hat über mehrere Jahre in der ersten dänischen, norwegischen und österreichischen Liga bewiesen, dass er weiß wo das Tor steht und regelmäßig getroffen“, so Gorenzel zum vom insolventen SV Mattersburg geholten Österreicher.

Der Mann für die Crunch-Time

„Zusammen mit unserem Topscorer Sascha Mölders, Stefan Lex, Fabian Greilinger und Tim Linsbichler hat unser Trainer Michael Köllner nun mehrere Möglichkeiten je nach Spielstand und Spielanlage das Sturmzentrum zu gestalten“, befand Gorenzel zum Transfer-Doppelpack.

Besonders in kniffligen Spielen bietet sich ein Einsatz von Pusic an. Denn unter Druck scheint der Österreicher aufzublühen: Im Winter 2016/17 zum abstiegsbedrohten niederländischen Erstligisten Sparta Rotterdam gewechselt, traf er sechsmal in 14 Partien und rettete so den Klub.

Auch 2018 in der Entscheidungsrunde gegen den Abstieg und den Playoffs mit Aarhus in Dänemarks Superligaen fand er in neun Partien sechsmal den Weg ins Tor. 

Wichtiger scheint aber, dass der TSV nun nicht nur für die kommende Saison im Sturm flexibel sind, sondern auch über den Sommer und das dann vielleicht doch eintretende Karriereende von Sascha Mölders hinaus eine gewisse Planungssicherheit für die vorderste Linie haben.