1860 München: Top11 der letzten 25 Jahre

Kiraly, Lauth & Co

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Sonntag, 26.04.2020 | 14:00
Daniel Bierofka bei 1860 München

Daniel Bierofka war auf dem Platz wie später daneben immer engagiert. ©Imago images

In der Gegenwart läuft kein Fußball, darum wirft Liga-Drei.de einen Blick in die Vergangenheit – genauer gesagt auf die letzten 25 Jahre. Gesucht wird dabei immer die Top11 eines Klubs für das letzte Vierteljahrhundert.

Warum 25 Jahre? Der Altersschnitt der Redaktion liegt bei Mitte 30, somit sind die Fußballereignisse der letzten zweieinhalb Jahrzehnte bei uns präsent. Weiter geht’s mit 1860 München.

Tor & Abwehr

Im Tor stellen wir die ewige Jogginghose auf: Gabor Kiraly. Der Ungare mit dem eigenwilligen Stil hütete das Tor der „Löwen“ von 2009 bis 2015 in 178 Partien. Vor ihm halten Torben Hoffmann und Marco Kurz das Zentrum dicht.

Hoffmann spielte noch zu Erstligazeiten die ersten seiner 243 Partien für die „Löwen“, kehrte nach deren Abstieg noch einmal zurück. Unvergessen eines der letzten Derby gegen die Bayern, das 2008 im DFB-Pokal-Viertelfinale unglücklich in der Verlängerung verloren ging. Marco Kurz war von 1998 bis 2004 gesetzt, unter anderem in der grandiosen Saison 1999/2000, die mit dem Erreichen der Champions League-Qualifikation endete.

Auf den Außenverteidiger-Positionen setzen wir links auf Marcel Schäfer, rechts auf Lars Bender. Mit 96 bzw. 64 Einsätzen für den TSV sind sie gute Beispiele für die hervorragende Jugendarbeit in Giesing seit der Jahrtausendwende, auch wenn sie ihre großen Erfolge erst bei anderen Vereinen feierten.

Mittelfeld

Im Mittelfeld der Top11 herrscht Kreativität pur. Der 68-fache bulgarische Nationalspieler Daniel Borimirov, von 1995 bis 2003 ein „Löwe“ kurbelt das Spiel aus der Tiefe an, während vor ihm Thomas Häßler wirbelt. Der Transfer des Weltmeisters von 1990 war im Sommer 1999 ein echter Glücksgriff, lief er doch noch einmal zur Höchsform auf und führte Sechzig auf Rang vier. Insgesamt weist „Icke“ 62 Scorerpunkte in 141 Spielen für die „Blauen“ auf.

Die Flügel besetzen wir mit Harald Cerny rechts. Unglaubliche zwölf Jahre trug der österreichische Nationalspieler das Trikot der Münchener. Links ein ähnliches Vereinsmonument: Daniel Bierofka. Als Spieler in über 200 Partien am Ball mit 29 Toren, half er dem TSV auch als Trainer über schwere Zeiten hinweg.

Angriff

Im Sturm darf ein weiterer Ur-Löwe nicht fehlen: Benjamin Lauth. 13 Tore und sieben Vorlagen gleich in seiner ersten vollständigen Bundesliga-Saison waren 2002/03 ein echtes Ausrufezeichen. Schnell ging es für den Stürmer zur Nationalelf und zum HSV. Richtig glücklich war er aber nur in München, wohin er 2008 zurückkehrte. In der 2. Bundesliga traf er 63-mal für seinen Herzensklub.

Als zweite Spitze bieten wir Martin Max auf. Ähnlich wie Häßler andernorts verschmäht blühte der Strafraumstürmer bei 1860 mit 31 Jahren nochmal richtig auf, wurde 2000 und 2002 Torschützenkönig . Mit 33 Jahren gab es sogar noch eine späte Berufung in die Nationalmannschaft.

Die Top11 des TSV 1860 auf einen Blick:

Gabor Kiraly – Lars Bender, Torben Hoffmann, Marco Kurz, Marcel Schäfer – Harald Cerny, Daniel Borimirov, Thomas Häßler, Daniel Bierofka –  Bernhard Winkler, Martin Max

Hier geht’s zu den weiteren, bisher erschienenen Top11.