1860 München: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Glücksgriff Simon Lorenz

Simon Lorenz im Heimspiel gegen Cottbus.

Abwehrchef, Torschütze und echte Verstärkung: Simon Lorenz. ©Imago/Jan Huebner

Zwölf Neue schlugen im Sommer beim TSV 1860 München auf. An der Grünwalder Straße herrschte nach dem Absturz in und dem sofortigen Aufstieg aus der Viertklassigkeit Aufbruchstimmung. Wir verraten Euch, wie sich das neue Personal in seinem ersten halben Jahr geschlagen hat.

Volltreffer:

Simon Lorenz
Die Leihgabe des VfL Bochum spielte eine starke Hinserie. Verdrängte Kapitän Jan Mauersberger aus der Innenverteidigung, stand bis auf den ersten Spieltag immer über die volle Distanz auf dem Feld. Hinten eine Bank und unaufgeregt, torgefährlich nach Standards und schon drei Mal erfolgreich.

Guter Griff:

Herbert Paul
Der 24-Jährige spielte sich nach seinem Wechsel hinten rechts fest. Überzeugte mit umsichtigen Zweikampfverhalten und setzte dank seiner Schnelligkeit und Ballsicherheit auch noch Akzente in der Offensive. Konnte im Jahresendspurt auf Grund seiner Vielseitigkeit auch als Links- und Innenverteidiger aushelfen.

Adriano Grimaldi
Kam aus Münster und erwischte mit zwei Toren und drei Vorlagen an den ersten drei Spieltagen einen nahezu perfekten Start. Scorte bis zum zehnten Spieltag weiter, fiel dann in ein Leistungsloch und traf seitdem nur noch ein Mal. Die Verunsicherung ist ihm anzumerken. Entdeckt er die Leichtigkeit wieder, ist er definitiv ein Volltreffer.

Ausbaufähig:

Stefan Lex
Der 29-Jährige kam vom FC Ingolstadt. Erwischte aber einen zähen Start. Arbeitete sich über Einwechslungen in die erste Mannschaft und kam gegen Jahresende in Fahrt, vier seiner fünf Torbeteiligungen gelangen an den letzten acht Spieltagen. Kann er diesen Trend bestätigen, ist er dauerhaft eine Verstärkung.

Alessandro Abruscia
Stieg mit den Stuttgarter Kickers aus der Regionalliga ab und anschließend durch den Wechsel nach München in die 3. Liga auf. Zu Saisonbeginn mit ordentlicher Leistung und zwei Toren gegen Aalen, gingen seine Einsatzzeiten immer weiter zurück. Wurde nach dem zehnten Spieltag nur noch drei Mal in der Schlussphase eingewechselt.

Quirin Moll
Der 27-Jährige stach nach seinem Wechsel aus Braunschweig als Taktgeber in der Vorbereitung hervor, baute im weiteren Saisonverlauf aber immer weiter ab. Im zentralen Mittelfeld gesetzt und an allen 20 Spieltagen in der Startelf. Wirkte – wie viele Mitspieler – zunehmend überspielt und kann die Winterpause gut gebrauchen.

Marius Willsch
Kehrte im Sommer nach sechs Jahren zu den Löwen zurück. Der Rechtsaußen war bemüht, aber glücklos. Noch keine Torbeteiligung in 16 Spielen, offensiv zu harmlos. Verlor im Jahresendspurt seinen Stammplatz auf der rechten Seite an Stefan Lex und geht als Herausforderer in die Vorbereitung.

Efkan Bekiroglu
Der 23-Jährige sollte in die Fußstapfen von Spielmacher Timo Gebhart treten, dessen Vertrag nach einer von Verletzungen geprägten Saison nicht verlängert wurde. Das gelang dem Neuzugang aus der Augsburger Reserve nicht wirklich. Kämpfte sich über Einwechslungen in die Stammelf, dürfte offensiv präsenter sein. Versöhnlicher Jahresabschluss mit einem Tor gegen den FCK.

Romuald Lacazette
Ging nach dem Abstieg zu Darmstadt 98 und wurde für die laufende Saison ausgeliehen. Absolvierte bei den Lilien nur vier Pflichtspiele, kam daher ohne Wettkampfpraxis und die fehlende Fitness. Bei seinen fünf Einsätzen bissig und teilweise übermotiviert, wie beim bösen Foul gegen Münsters Jannik Borgmann, für das er eigentlich glatt Rot hätte sehen müssen.

Nicht zu bewerten:

Kristian Böhnlein
Kam ablösefrei aus Bayreuth, der zentrale Mittelfeldspieler stand aber bislang nur 32 Minuten auf dem Platz. Zwei weitere Male saß er auf der Bank, sonst nicht im Kader und bereits sechs Mal mit Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Bayernliga.

Semi Belkahia
Den Innenverteidiger holte 1860 im Sommer von Regionalligist Garching. Wurde von Bierofka ausdrücklich für seine Leistung im Testspiel gegen Ingolstadt gelobt, aber nicht mit seinem Drittliga-Debüt belohnt. Stand nur gegen den KSC im Kader, schon sieben Mal für die zweite Mannschaft im Einsatz.

Noel Niemann
Der Rechtsaußen wurde aus der U19 hochgezogen. Fällt seit April mit einem Kreuzbandriss aus.

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