Carl Zeiss Jena: Rohr wieder Innenverteidiger?

Ex-Trainer Gehrmann von Qualität & Flexibilität überzeugt

Dominik Rohr im Spiel gegen Zwickau.

Durfte im Saisonverlauf auf verschiedensten Positionen ran: Maximilian Rohr. ©imago images/Picture Point

Bei Carl Zeiss Jena gehört Maximilian Rohr zum Stammpersonal. Der Sommer-Neuzugang von Oberligist Freiberg war Wunschspieler von Lukas Kwasniok, auch unter dessen Nachfolger Rico Schmitt stand der 24-Jährige in der Vorwoche im Landespokal in der Startformation.

„Seine Qualität ist einfach so hoch, dass jeder Trainer das innerhalb kürzester Zeit erkennen wird. Nicht nur seine Qualität, sondern auch die Flexibiliät“, ist Ramon Gehrmann im Gespräch mit Liga-Drei.de davon nicht überrascht. Der 45-Jährige holte Rohr vor der Spielzeit 2018/19 in seiner damaligen Funktion als Trainer aus Reutlingen nach Freiberg.

Flexibel einsetzbar

Entdeckt hatte Gehrmann ihn eher zufällig, als er vor einem Spiel gegen Reutlingen Videoaufnahmen des Gegners studierte. „Da war eine Szene von Maximilian Rohr dabei, in der er aus einem gewonnenen Zweikampf ins Mittelfeld marschiert ist, in einer Dynamik, wie ich sie sehr, sehr selten bei einem Innenverteidiger gesehen habe. Das war das Schlüsselerlebnis, daraufhin wollte ich ihn unbedingt haben“, erinnert er sich.

Die von ihm thematisierte Felixbilität dürfte auch ein Faktor bei der Entscheidung von Kwasniok gewesen sein, Rohr im Sommer zwei Klassen höher nach Jena zu holen. Als Innenverteidiger, defensiven Mittelfeldspieler und sogar als Stürmer bot er den 24-Jährigen zwischenzeitlich auf.

Gehrmann sieht seinen ehemaligen Schützlung in der Innenverteidigung am Stärksten. „Ich finde, dass er da seine offensiven Qualitäten am besten zur Geltung bringen kann. Er hat bei mir nicht nur, wie normale Innenverteidiger, Tore nach Standardsituationen mit dem Kopf erzielt, sondern auch Kontertore. Also Umschaltaktionen, die er selbst eröffnet und dann auch abgeschlossen hat.“ Und das durchaus regelmäßig: Sieben Saisontore gelangen ihm in Freiberg.

Balance ist gefragt

Auch Rico Schmitt scheint Rohr in der Innenverteidigung zu sehen, ließ ihn dort im Landespokal durchspielen. Gegen die Würzburger Kickers am Sonntag, mit 28 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga, könnten sich für den 24-Jährigen Räume für jene schnellen Umschaltmomente öffnen, für die Gehrmann ihn ausdrücklich lobt.

Da der FCC mit erst acht Saisontreffern die schwächste Torausbeute aller 20 Drittligisten vorweist, dürfte Schmitt gegen mehr Gefahr vor dem gegnerischen Kasten nichts einzuwenden haben. Gleichzeitig wird auf Rohr aber auch der Spagat zukommen, seine defensiven Pflichten zu erfüllen: Jena überstand bisher keinen Spieltag ohne Gegentreffer,

„Er muss nur an sich glauben, dann wird er seinen Weg machen. Weil er einfach gut ist“, gibt ihm Gehrmann für die kommenden Wochen und Monate mit auf den Weg. Ein Sieg über Würzburg wäre ein Anfang, um die verheerende Tabellensituation Jenas ein Stück weit aufzupolieren.

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