Carl Zeiss Jena: Unabhängigkeit von Duchatelet angestrebt

Pläne für Vergrößerung des Sponsorenkreises

FCC stebt mehr Eigenständigkeit an

Bald neue Zeiten in Jena? © imago/picture-point-le

Carl Zeiss Jena will sich angeblich unabhängiger von seinem Investor Roland Duchatelet machen. Einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 06.06.2018) zufolge verfolgen die Thüringer eine Strategie für mehr Eigenständigkeit.

Der Vorjahresaufsteiger strebt demnach eine Vergrößerung seiner Sponsoren-Zahl an. Als wegweisenden Meilenstein hofft die FCC-Führung um Geschäftsführer Chris Förster dabei für die neue Saison noch auf das Engagement eines branchenüblichen Partners als Hauptsponsor für die Trikotwerbung.

Der Abschluss dieser Baustelle, bei dem Jenas Vermarktungspartner besonders gefordert ist, soll für verlässliche Einnahmen aus diesem Bereich sorgen. In der abgelaufenen Saison flossen Erlöse hauptsächlich aus dem weltweiten Verkauf der FCC-Trikots mit Werbung für das Kultmusikfestival „Wacken“ und die Band „Heaven Shall Burn“.

Seit 2013 mehrere Millionen Euro Unterstützung

Hintergrund der Bemühungen um zusätzliche Finanzierungsquellen sind angeblich immer wieder aufkommende Rückzugsgedanken von Duchatelet. Der 71 Jahre alte Belgier stieg Ende 2013 beim damaligen Regionalligisten ein und hat den Verein seitdem mit mehreren Millionen Euro unterstützt.

Auch für die Drittliga-Lizenz zur kommenden Saison musste Jena auf Mittel von Duchatelet zurückgreifen. Zur Erfüllung sämtlicher Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Spielerlaubnis zog der FCC eine letzte Tranche aus einem bereitgestellten Millionen-Darlehen des Investors.

Försters Plan sieht langfristig Sponsoren-Einnahmen in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro vor. Zunächst allerdings soll die Schallmauer von zwei Millionen Euro durchbrochen werden.

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