Chemnitzer FC: Bergner setzt auf Teamgeist und Heimstärke

Forderung nach Konzentration auf Defensive

David Bergner an der Seitenlinie beim CFC

Dirigent an der Seitenlinie: Bergner setzt besonders auf die Heimspiele ©Imago/Picture Point

Trainer David Bergner glaubt weiter fest an den Klassenerhalt des Chemnitzer FC. Der Nachfolger des zu Jahresbeginn entlassenen Horst Steffen hofft dabei trotz des 0:2-Fehlstarts des Abstiegskandidaten ins neue Jahr gegen Spitzenreiter SC Paderborn auf den Teamgeist der Himmelblauen und die Entwicklung einer Heimstärke.

Die Basis müssen wir zu Hause legen. (CFC-Coach David Bergner)

In einem Interview auf www.dfb.de forderte Bergner vor der Reise zum nächsten Spiel beim VfR Aalen (Samstag) von seiner Elf für zählbare Ergebnisse ihrer Arbeit eine verstärkte Konzentration auf die Auftritte vor eigenem Publikum. Der Abstiegskampf werde nicht nur in den Duellen mit direkten Rivalen entschieden, meinte der 44-Jährige: „Bis zum Saisonende haben wir in neun Heim- und acht Auswärtsspielen die Chance, die nötigen Zähler einzufahren. Die Basis müssen wir zu Hause legen.“

Niederlagen in der Hälfte aller Heimspiele

Dazu bedürfen die Leistungen des CFC im eigenen Stadion jedoch noch einer erheblichen Steigerung. Mit gerade einmal elf Punkten aus den bisher zehn Heimspielen (drei Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen) ist der Tabellenvorletzte auch zuhause die zweitschwächste Mannschaft der Liga.

Als weiteren Trumpf seines Teams sieht Bergner den seiner Ansicht nach gewachsenen Zusammenhalt zwischen seinen Spielern. In den vergangenen Wochen seit seinem Amtsantritt seien alle „als Mannschaft noch enger zusammengerückt“, sagte der gebürtige Berliner. „Der Teamgeist ist vorbildlich. Alle legen den Fokus nur darauf, den Verein in der 3. Liga zu halten.“

Der Teamgeist soll denn auch nach seinen Vorstellungen die atmosphärische Grundlage für die notwendige Arbeit an Verbesserungen bilden. Die „schwere Aufgabe“ ließe sich grundsätzlich „nur mit der richtigen Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit“ bewältigen: „Wir dürfen die Freude am Fußballspielen nicht verlieren.“

Wenig Spaß jedoch bereiten Bergner allerdings weiterhin die Mängel und Fehler besonders in der Defensive. Die Abwehrschwäche ist auch aus seiner Sicht die Hauptursache für die CFC-Misere mit zuletzt sieben Niederlagen in Serie.

„Wir haben in 21 Partien 39 Gegentreffer zugelassen – also im Schnitt fast zwei Tore pro Spiel. Das ist deutlich zuviel“, stellte Bergner fest: „Wir müssen zu viele Treffer erzielen, um eine Begegnung für uns zu entscheiden.“