Chemnitzer FC: Der Glöckner-Effekt

Maßnahmen des Trainers zahlen sich aus

Patrick Glöckner als Trainer des Chemnitzer FC

Hat durch die jüngsten Punktgewinne gut lachen: CFC-Trainer Patrick Glöckner. ©Imago images/Picture Point

Sein erstes Spiel mit dem Chemnitzer FC war für Patrick Glöckner etwas Besonderes. Nicht nur, weil er das erste Mal in der dritten Liga an der Seitenlinie stand, sondern auch, weil es das einzige Mal war, dass er mit dem CFC eine Niederlage hinnehmen musste.

Seit dem 0:2 in der Großaspacher mechatronik Arena gewannen die Himmelblauen – den Pokal mitgezählt – drei von vier Pflichtspielen und holten in Ingolstadt einen verdienten Punkt. Der Lohn für viele Veränderungen, die Glöckner vorantrieb.

Gute Analyse

So sagte bereits sein Weggefährte Olaf Janßen nach Glöckners Verpflichtung gegenüber Liga-Drei.de: „Er hat die Fähigkeit zu erkennen, zu welchem Spieler welche Position in einem Teamverbund optimal passt“ – dies machten seine Veränderungen auf dem Platz deutlich.

In seinem 4-2-3-1 System fühlt sich die Mannschaft sichtlich wohl, zudem zahlen ihm einige Spieler das Vertrauen mit guten Leistungen zurück. So zum Beispiel Daniel Bohl, der als Balljäger unter Glöckner vor der Abwehr gesetzt ist.

Das gleiche gilt für Tarsis Bonga, der zuletzt beständig auf dem rechten Flügel ran durfte, Pascal Itter als Rechtsverteidiger sowie auch für Erik Tallig, welcher im offensiven Mittelfeld die Fäden zieht – zuletzt äußerst erfolgreich. Erfordert es die Personalsituation, kann Glöckner improvisieren, wie gegen Ingolstadt mit der Hereinnahme von Tim Campulka.

Mentalität gefragt

Die bloßen personellen Umstellungen hätten natürlich keinen Erfolg ohne ein funktionierendes taktisches Korsett sowie die passende Einstellung – gerade im letzten Punkt hat der CFC im letzten Spiel gegen den FCK nochmal einen Schritt nach vorne gemacht.

Das Selbstvertrauen war zu spüren, die breite Brust im Vergleich zu den sich ebenfalls im Tabellenkeller befindenden Roten Teufeln auch. Dabei lebt Glöckner die nötige Gewinner-Mentalität an der Seitenlinie vor und sorgt so für ein gehöriges Pfund an Optimismus, das in der umkämpften Liga dringend benötigt wird.

Wie schnell sich das Blatt wenden kann, hat Glöckner beim CFC bewiesen. Nach den Querelen auch abseits des Platzes schreiben die Himmelblauen aktuell wieder positive Schlagzeiten, stehen zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag nicht auf einem Abstiegsplatz. Jetzt müssen die Himmelblauen nur noch beweisen, dass der Glöckner-Effekt kein kurzfristiger war, sondern langfristig anhält. Schon im kommenden Auswärtsspiel bei Preußen Münster hat der CFC die nächste Gelegenheit dazu.

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