Chemnitzer FC: Der Liga-Drei Teamcheck

Wie verläuft die kommende Spielzeit unter dem neuen Trainer?

Trinks und Slavov, Spieler beim Chemnitzer FC

Trinks & Slavov – zwei Neuzugänge beim Chemnitzer FC. ©Imago/Kruczynski

Der Chemnitzer FC steht vor seiner siebten Spielzeit in der 3. Liga – Platz fünf in der Saison 2014/15 war dabei bisher die beste Platzierung der Himmelblauen.

Horst Steffen wird den CFC als Trainer in die anstehende Runde führen – doch wie wird die Saison laufen? In unserem Teamcheck stellen wir Euch Chemnitz vor und geben am Ende eine Prognose anhand festgelegter Kategorien ab.

Der Kader

Der Chemnitzer FC geht mit einem jungen Team in die neue Spielzeit, derzeit liegt der Altersschnitt nur knapp über 24 Jahren. Dies ist vor allem dem Aspekt geschuldet, dass die Zusammenarbeit mit einigen erfahreneren Akteuren in diesem Sommer beendet wurde. Tim Danneberg (31) zog es beispielsweise zum VfL Osnabrück, mit Anton Fink (29, KSC) und Alexander Bittroff (28, Uerdingen) verließen zwei weitere, ältere Profis die Himmelblauen. Auch der Kapitän, Kevin Conrad, ging bekanntlich von Bord – hinter dem CFC liegt ein größerer Umbruch.

Folglich galt es für den CFC einige wichtige Eckpfeiler im Team neu zu besetzen, dabei setzte der neue Coach Horst Steffen vornehmlich auf Spieler aus unteren Ligen. Fünf Spieler waren in der vorherigen Saison noch in der Regionalliga aktiv, zudem wurden mit Florian Trinks und Fabio Leutenecker zwei erfahrene Spieler verpflichtet.

Die Personalplanungen weisen noch zwei vakante Positionen auf – im Tor und im Sturm. Während sich Steffen zuletzt vor allem um die perspektivische Verpflichtung oder Leihe eines talentierten Nachwuchskeepers bemühte, sollte der Stürmer dem CFC direkt weiterhelfen können. Die größte Veränderung im Kader gab es bislang im Abwehrbereich, fünf frische Kräfte gilt es zu integrieren.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung lief für die Steffen-Elf bislang erstaunlich gut, das Team präsentierte sich dabei konstant. Erst einen Gegentreffer musste der neue Coach in den bisherigen vier Testspielen notieren, der Höhepunkt bildetet dabei ein 3:1-Sieg gegen Zweitligist Dynamo Dresden.

Stärken & Schwächen

Blickt man auf die zurückliegende Spielzeit, zeigen sich die inkonstanten Abwehrleistungen. Mit 51 Gegentreffern zählte die CFC-Defensive zu den schlechtesten der Liga. Der Verein reagierte und verstärkte den Abwehrverbund mit jungen Profis, die sich in der Vorbereitung bislang stabil zeigten.

Mit Anton Fink hat ein Schlüsselspieler den Verein verlassen, der 29-Jährige hinterlässt größere Fußspuren im Offensivbereich. Kann ein Myroslav Slavov diese Lücke schließen? Oder rückt Eigengewächs Florian Hansch in den Fokus? Hoffnungen dürften zudem auf den Schultern von Florian Trinks ruhen, der ehemalige Junioren-Nationalspieler bringt die Erfahrung aus mehreren Bundesliga- und Zweitliga-Partien mit.

Der CFC präsentierte sich in der vergangenen Saison von Spielbeginn an wach, 17-mal konnten die Chemnitzer das 1. Tor der Partie erzielen. Im zweiten Spielabschnitt wurde hingegen nur eine Führung verzeichnet – hier liegen die Stärken und Schwächen der Elf. Gelingt es dem CFC in der neuen Spielzeit, Führungen sicher nach Hause zu bringen, kann sich die Steffen-Elf von diesen Statistiken auch etwas kaufen.

Horst Steffen, Trainer beim Chemnitzer FC

Horst Steffen kennt die 3. Liga – wie läuft’s beim CFC? ©Imago/Picture Point LE

Der Trainer

Mit Steffen konnte der CFC einen erfahrenen Coach für die neue Saison gewinnen. Der 48-Jährige kennt die 3. Liga aus Münster und Stuttgart, wobei Steffen seine erfolgreichste Zeit als Trainer bislang in Mönchengladbach verbuchen konnte. Mit der U19 der Fohlen landete er regelmäßig im Vorderfeld der Junioren-Bundesliga. Dennoch darf er sich auf die 107 Partien, in denen er bislang in der 3. Liga an der Seitenlinie stand, verlassen.

Die mögliche Startelf

Steffen ließ seine Teams in Münster und bei den Stuttgarter Kickers vornehmlich im 4-3-3 oder 4-4-2 mit zwei defensiven Mittelfeldspielern agieren, zuletzt probierte der CFC-Coach jedoch auch ein 3-5-2 aus – mit welcher Ausrichtung wird der CFC agieren?

Vieles spricht derzeit für zwei Stürmer, Frahn scheint dabei als eine Sturmspitze gesetzt. Slavov und Hansch streiten derzeit um den zweiten Platz, vielleicht werden die beiden Akteure jedoch auf der Zielgeraden von einem Neuzugang ausgestochen.14

Während im Tor Kevin Kunz gesetzt ist, sind die Rollen in der Abwehr noch nicht klar verteilt. Einzig Fabio Leutenecker dürfte als Rechtsverteidiger die größten Chancen auf einen Stammplatz haben, im 3-5-2 könnte der Ex-Duisburger zudem auf dem  Flügel agieren und in der Rückwärtsbewegung die Dreierkette auf rechts ergänzen.

Im Mittelfeld hat Steffen mehrere Optionen, im defensiven Mittelfeld allerdings steht mit Julius Reinhardt nur ein nomineller Sechser zur Verfügung, Dennis Grote könnte ins Zentrum rücken. Steffen könnte mit einer Viererkette und einem Sechser agieren, die mögliche Startaufstellung könnt dann so aussehen: Kunz – Koch, Endres, von Piechowski, Leutenecker – Reinhardt – Grote, Trinks, Aydin – Frahn, Slavov

Fazit

Die Vorbereitung lief bislang ohne Probleme ab, Steffen scheint als neuer Coach eine neue Mannschaft geformt zu haben. Der erste echte Charaktertest wartet direkt am 1. Spieltag, daheim geht es dann gegen den FSV Zwickau.

Die zahlreichen, jungen Neuzugänge sollten im Laufe der Saison ihre Chancen bekommen. Oftmals mischte der CFC lange Zeit oben mit, um dann ins Mittelfeld abzurutschen. Sorgen sollten die Himmelblauen jedoch nicht haben.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Sorgenfreie Saison

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