Chemnitzer FC: Hängepartie um Steffen

Krisensitzung noch vor Weihnachten

Keine ruhige Weihnachtszeit: CFC-Trainer Horst Steffen

Ohne Punkte keine Argumente: CFC-Coach Horst Steffen © imago/picture-point-le

Für Trainer Horst Steffen vom Chemnitzer FC dürfte die Einstimmung auf die Weihnachtsfeiertage alles andere als besinnlich verlaufen. Noch vor dem Fest soll beim Tabellenvorletzten nach der sechsten Liga-Pleite in Serie durch das peinliche 2:3 beim FSV Zwickau eine Entscheidung über die Zukunft des Coaches bei den Sachsen fallen.

Hoffnung macht mir aktuell nichts. (CFC-Mittelfeldspieler Julius Reinhardt)

Steffen hat nach der leichtfertig verspielten 2:0-Führung im Derby kaum noch Argumente – und anscheinend auch schon einigen Rückhalt in der Mannschaft verloren. „Vor uns liegen nun 18 Endspiele. Hoffnung, dass es im neuen Jahr besser wird, macht mir aktuell aber nichts“, gab Mittelfeldspieler Julius Reinhardt in der Freien Presse mit bezeichnenden Worten die Stimmung bei den Himmelblauen wieder.

CFC immer weiter im Hintertreffen

Durch den schweren Schlag in Zwickau hat sich die Lage der Chemnitzer massiv verschärft. Über dem Strich ist nur noch der Tabellenviertletzte Preußen Münster für den CFC bei zwei Punkten Rückstand in unmittelbarer Reichweite, aber die Westfalen haben noch ihr Nachholspiel gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt in der Hinterhand. Über Münster hingegen ist Zwickau gegenüber Chemnitz schon auf fünf Zähler enteilt.

Fakten, die Sportvorstand Steffen Ziffert nicht ignorieren kann. Der 53-Jährige wird auch in Erwägung ziehen, dass seine eher mäßig anspruchsvolle Vorgabe aus dem November von sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen des Jahres maximal verfehlt worden ist.

Ziffert kommentierte die prekäre Situation seit dem vergangenen Wochenende noch nicht. Informationen der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 18.12.2017) zufolge will der CFC-Macher keine vorschnelle Entscheidung zu Wochenbeginn, aber noch vor Weihnachten mit dem Aufsichtsrat über die weitere Vorgehensweise beraten.

Für CFC-Coach Steffen kommt unterdessen ein Rücktritt trotz der anhaltenen Erfolglosigkeit nicht in Betracht. Anders als Reinhardt betont der 48-Jährige Zuversicht. „Ich bleibe standhaft“, sagte Steffen in der Bild. Er sei überzeugt, meinte der Ex-Profi, „dass ich die Mannschaft, mit der ich gut zusammenarbeite, zum Klassenerhalt führen kann“.

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