Chemnitzer FC: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Daniel Frahn, Stürmer des Chemnitzer FC.

Gemeinsam mit Anton Fink der Torgarant beim CFC: Daniel Frahn. ©Imago

Schon vor der Saison war der Chemnitzer FC von vielen Experten als einer der Top-Aufstiegskandidaten gehandelt worden. Der Start in die Drittliga-Saison war allerdings unter den hohen Erwartungen schwierig. Inzwischen haben sich die „Himmelblauen“ klar gesteigert und die Hinrunde auf einem sehr ordentlichen 5. Rang mit vier Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beendet. Liga-Drei.de blickt auf den ersten Teil der Saison zurück!

Offensiv kaum zu bremsen

Nur ein Sieg holte Chemnitz aus den ersten sechs Saisonspielen, das war angesichts der Ambitionen natürlich deutlich zu wenig. Der Aufschwung wurde erst am 9. Spieltag mit dem 3:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück eingeläutet. Danach setzte es nur noch bei Spitzenreiter Duisburg eine Pleite, ansonsten holte die Mannschaft von Trainer Sven Köhler bis zu 16. Spieltag immer mindestens einen Punkt. Zum Ende hin gab es dann aber doch wieder zwei Niederlagen in den letzten drei Spielen vor der Winterpause.

Immerhin konnte die Hinrunde mit einem positiven Erlebnis, dem 3:1-Sieg in Rostock, abgeschlossen werden. Die große Trumpfkarte des CFC war in der ersten Hälfte der Saison eindeutig der Angriff: 30 erzielte Tore sind ebenso ein Bestwert wie die 20 Treffer, die durch Stürmer markiert wurden. Alleine Anton Fink (elf Tore) und Daniel Frahn (acht) sorgen immer wieder für Schrecken in den gegnerischen Strafräumen.

Das erste Tor entscheidet (meistens)

Auffällig ist auch die Chemnitzer Auswärtsstärke: Bereits vier Siege wurden auf fremden Plätzen eingefahren, nur der 1. FC Magdeburg hat auswärts noch einmal öfter gewonnen. Zudem entscheidet kein Team der 3. Liga so oft eine 1. Halbzeit für sich wie der CFC (10-mal). Nach dem Seitenwechsel wird es allerdings meist schlechter, denn nur Paderborn und Regensburg haben in den zweiten 45 Minuten mehr Gegentore kassiert als die „Himmelblauen“.

Negativ-Rekord sind auch die drei Gegentreffer, die Chemnitz in der Nachspielzeit der 2. Halbzeit hinnehmen musste. Darüber hinaus kann man noch festhalten, dass das erste Tor in einer Partie mit Beteiligung der Sachsen oftmals schon ausschlaggebend für das Ergebnis ist: Ist der Chemnitzer FC in Führung gegangen, hat er bislang nur ein einziges Mal verloren – geriet er allerdings in Rückstand, dann hat er noch nie gewonnen. Also, lieber CFC: Einfach weiter möglichst oft das erste Tor schießen, dann sieht es gut aus mit dem Aufstieg.