Chemnitzer FC kann nur Jäger

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 16.06.20 | 09:29

Patrick Glöckner vom Chemnitzer FC

Patrick Glöckner muss seiner Elf neues Selbstvertrauen geben. ©Imago images/Kirchner Media

Der Chemnitzer FC hat den Schwung in der Corona-Pause verloren und ist wieder auf einen Abstiegsplatz gefallen. Vor dem richtungsweisenden Spiel am heutigen Abend gegen Preußen Münster muss das kein schlechtes Vorzeichen sein.

Trainer Patrick Glöckner äußerte nämlich gegenüber Tag24 die Vermutung, sein Team tue sich in der Verfolgerrolle leichter: "Wir standen wochenlang unter dem Strich. Jetzt waren wir für einige Spieltage drüber. Ich weiß nicht, ob das der Mannschaft so gut getan hat. Plötzlich waren wir nicht mehr die Jäger, sondern die Gejagten." 

Als Favorit wenig erfolgreich

Womöglich kann die Elf den erneuten Druck nun in positive Energie verwandeln. Dazu muss es vor allem offensiv wieder besser laufen. Zwei Tore erzielte der CFC nach dem Re-Start erst, davor hatten die Sachsen zwölf Spiele in Folge immer mindestens einmal getroffen.

Trauriger Höhepunkt war der verschossene Elfmeter von Philipp Hosiner gegen den FCK, auch wenn dieser durch das Wegrutschen des Schützen sehr unglücklich war. Preußen Münster wird die "Himmelblauen" in dieser Hinsicht vor einige Herausforderungen stellen, hat der SCP doch in fünf der letzten neun Partien die Null gehalten.

Auch gegen Chemnitz werden die Westfalen sich wohl wieder tief aufstellen, was der Glöckner-Elf nicht entgegen kommt: In den bisherigen Partien, in denen sie als favorisiert galt, also etwa gegen Großaspach und im Hinspiel gegen Münster, gab es nur einen von neun möglichen Zählern.

Auch gegen die defensiv ausgerichteten Zwickauer reichte es nur zu einem Remis. Einzig Jena wurde zweimal besiegt, wobei es im Rückspiel sehr eng zuging. Einen eher als Brecher agierenden Stürmer wie Dejan Bozic zu bringen wäre daher vielleicht eine Option.

Auch Florian Krebs bringt körperliche Robustheit mit, die es im Abstiegs-Krimi durchaus brauchen könnte. Mit ihm auf der "Zehn" machte der CFC gegen Duisburg beim 1:2 eines seiner besseren Spiele seit dem Re-Start.

Das Restprogramm des Chemnitzer FC