Chemnitzer FC: Selbstbewusst ins „Endspiel“

"Wir wollen unser Spiel durchdrücken."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2020 | 08:15
Patrick Glöckner beim Chemnitzer FC

Patrick Glöckner erwartet viel von seiner Mannschaft. ©Imago images/Picture Point

Die Situation war kritisch für die Himmelblauen: Vier Niederlagen in Folge, Abstiegsplatz 17 – doch dann folgte ein Zeichen von den Fans, die die Spieler vor der Partie gegen Münster bekanntlich vor dem Stadion überraschten und motivierten. Der CFC gewann die Partie – wenn auch glücklich durch ein Eigentor – mit 1:0 und steht wieder über dem Strich.

„Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, es ohne Zuschauer durchziehen zu müssen. Trotzdem hat man gesehen, wie geil es war, als die Fans vor dem Stadion standen und uns noch einmal eingepeitscht haben“, so Trainer Patrick Glöckner jetzt auf der Vereinshomepage. „Das war eine super Aktion. Daran kann man sehen, was Fans eigentlich ausmachen.“

Ob es einer derartigen Motivationsspritze am heutigen Freitag auch bedarf? Dann kommen die Würzburger Kickers nach Chemnitz, die nur eins der letzten zwölf Spiele verloren. Positiv aus CFC-Sicht jedenfalls: Kickers-Leistungsträger Fabio Kaufmann ist gelbgesperrt, was allerdings auch für die Himmelblauen Sören Reddemann und Tobias Müller gilt. Zumindest Hoffnung besteht auf einen Einsatz von Daniel Bohl, dessen Fehlen sich in den vergangenen vier Partien deutlich bemerkbar machte und der laut Glöckner zuletzt nochmal „komplett durchgetestet“ wurde.

Steigerung nötig

Die eigene Form durchwachsen, während der Gegner brilliert – hintenreinstellen ist für die Himmelblauen am heutigen Freitag aber dennoch keine Option. „Wir wollen unser Spiel durchdrücken. Wir wissen, um was es geht“, so Glöckner. „Es ist für uns wieder ein Endspiel, wie es auch schon am Dienstag der Fall war. Wir wollen wieder das Beste herausholen.“

Damit das gelingt, ist eine Steigerung in der Offensive nötig, denn der CFC ist bei nur zwei Treffern in den letzten fünf Partien derzeit das offensivschwächste Team der Liga. Auswärts holte die Glöckner-Elf nur knapp 0,8 Punkte pro Spiel. Zum Vergleich: Auf heimischem Geläuf sind es fast doppelt so viele.

Die Auswärtssschwäche könnte im weiteren Verlauf der Saison zum Problem werden. Denn ausgerechnet am vorletzten Spieltag gastieren die Himmelblauen bei heimstarken Zwickauern, also den Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf. Vorzubauen und bereits die Partie gegen Würzburg wie ein „Endspiel“ anzugehen, ist also nicht die schlechteste Herangehensweise, um neben guten Jägern, auch gekonnte Gejagte zu werden.

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