Chemnitzer FC: Tabellenverbot vor Kellerduell

Punkt in Osnabrück als Ziel

Warnt vor Osnabrücks Flutlicht-Atmosphäre: CFC-Trainer David Bergner

Fordert mentale Stärke: CFC-Coach David Bergner © imago/picture point

Vor dem Abstiegsduell des Chemnitzer FC beim Rivalen VfL Osnabrück (Freitag) schwört die sportliche Führung die Himmelblauen auf die besondere Atmosphäre eines Flutlichtsspiels an der Bremer Brücke ein. Trainer David Bergner und Sportvorstand Steffen Ziffert mahnen für das wegweisende Match kühlen Kopf an.

Das wird eine Mentalitätsfrage. (CFC-Coach David Bergner)

„Wir müssen müssen stabil auftreten, das Spiel so lange wie möglich offen halten, vor allem den Gegner nicht durch eigene Fehler aufbauen“, forderte Ziffert in einem Interview mit der Freien Presse. Bergner sagte in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 08.02.201), einen Spielrausch der Gastgeber durch die Stimmung verhindern zu wollen: „Das wird eine Mentalitätsfrage.“

Momentum auf Chemnitzer Seite

Osnabrück liegt auf dem letzten Nichtabstiegsplatz nur noch drei Punkte vor den Sachsen. Chemnitz hat nach dem ersten Sieg nach acht Pleiten in Serie (1:0 gegen Carl Zeiss Jena) das Momentum auf seiner Seite, auch weil die Gastgeber durch nur einen Punkt aus den bisherigen drei Spielen nach der Winterpause im Abstiegskampf wieder schwer unter Druck geraten sind.

Trotz der beinahe schlagartig wieder positiver erscheinenden Gesamtsituation rät Zffert jedoch zur völligen Konzentration auf die sportlichen Belange. Er selbst wolle derzeit vom Ranking „gar nichts wissen“, und auch „die Mannschaft sollte jeden Gedanken an die Tabelle außen vor lassen“.

Einen Sieg in Osnabrück sieht der Ex-Profi auch nicht als Pflicht an. Das Ziel sei ein Punktgewinn, „wenn wir es aber soweit schaffen, ist hintenraus vielleicht sogar noch mehr möglich“.

Als mittelfristig wichtigste Baustelle für einen erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt benannte der CFC-Vorstand wenig überraschend die Abwehr. Spiele würden durch eine kompakte Defensive entschieden, meinte der 53-Jährige: „Das ist das A und O.“

Besserung kann nach Zifferts Ansicht bei der mit 42 Gegentoren schwächsten Abwehr der Liga jedoch nur schrittweise eintreten. „Das war und ist unser Hauptproblem, das wird es auch in den nächsten Wochen bleiben.“

Zumal Stammtorhüter Kevin Kunz wegen seiner Schultereckgelenksprengung voraussichtlich nicht mehr in der laufenden Saison zwischen die Chemnitzer Pfosten zurückkehren wird. Ziffert: „Für einen Torwart ist eine Schulterverletzung weitaus problematischer als für einen Feldspieler. Ich denke, dass wir für den Rest der Saison ohne Kevin Kunz planen müssen.“