Chemnitzer FC: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Rafael Garcia, Tobias Müller und Daniel Frahn jubeln für den CFC

Der Chemnitzer FC will auch in der 3. Liga jubeln. ©Imago images/Picture Point

Der Chemnitzer FC hat nach der Insolvenz und dem Abstieg aus der 3. Liga vor einem Jahr eine schwere Zeit erlebt. Doch sportlich ging es in der letzten Saison gleich wieder steil nach oben. 15 Siege in Folge gab es zum Start in die Regionalliga Nordost. Am Ende waren es sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger.

Diesen Schwung will der CFC mit in die 3. Liga nehmen und möglichst schnell die Klasse sichern. Ob die „Himmelblauen“ dafür gerüstet sind, haben wir uns im Liga-Drei.de Teamcheck angesehen.

Kader & Transfers

Bei den Abgängen hat sich der Chemnitzer FC hauptsächlich von Ergänzungsspieler getrennt. Einzig der Verlust von Kapitän Dennis Grote schmerzt. Mit dem Wechsel des 32-Jährigen zu Rot-Weiß Essen gehen sieben Tore und 14 Vorlagen.

Seine Erfahrung soll Georgi Sarmov auffangen. Der 33-jährige Bulgare kommt vom heimischen Erstligisten FK Etar. Die Torgefahr aus dem Mittelfeld wiederum soll nun von Marcelo de Freitas kommen, der aus Cottbus wechselte.

Im Sturm darf man auf Tarsis Bonga gespannt sein. Der Angreifer gilt als einer der am meisten unterschätzten Spieler der 3. Liga. Zwar kam er in Zwickau meist von der Bank, brachte mit seiner Geschwindigkeit und Körpergröße von 1,96m stets Gefahr. An seinen Abschlussfähigkeiten muss allerdings noch gearbeitet werden.

Die haben dafür Daniel Frahn (24 Tore) und Dejan Bozic (21 Tore) zur genüge. Das Letzterer zumindest nach aktuellem Stand gehalten wird, ist eine der besten Nachrichten für die CFC-Fans.

Davon abgesehen stabilisierte Sportvorstand Thomas Sobotzik vor allem die Abwehr, holte mit Sören Reddemann von Wehen Wiesbaden und Clemens Schoppenhauer gestandene Innenverteidiger, sowie mit Nils Blumberg aus der U23 von Hertha BSC einen vielversprechenden Linksverteidiger.

Die aktuelle Form

In der ersten Phase der Vorbereitung wurden vor allem unterklassige Gegner für Testspiele ausgewählt. Diese wurden ebenso deutlich geschlagen, wie Oberligist VFC Plauen (8:1). Nur gegen Pirna-Copitz tat man sich mit 3:0 etwas schwer. Die echten Prüfungen kommen aber noch.

David Bergner vom Chemnitzer FC

David Bergner will diesmal mit dem CFC in der Klasse bleiben. ©Imago images/Picture Point

Stärken & Schwächen

Stärken hat der CFC sicherlich im Angriff. 82 Treffer in der Regionalliga sprechen für sich. Daniel Frahn will zeigen, dass er nach wie vor einer der besten Angreifer der 3. Liga ist. Er und sein Sturmpartner Dejan Bozic werden von Rafael Garcia mit Vorlagen versorgt. 21 Treffer bereitete der Deutsch-Spanier vor. Auch die Außenverteidiger glänzen regelmäßig mit Assists. 

Fragezeichen stehen hinter dem defensiven Mittelfeld, wo abzuwarten ist, ob Georgi Smarnov die von Dennis Grote hinterlassene Lücke füllen kann. Unabhängig vom Personal dürfte das größte Problem des CFC darin bestehen, sich wieder an die Außenseiterrolle zu gewöhnen.

Die Gegner werden sich nicht mehr tief staffeln, sondern auch die Defensive der Chemnitzer mehr fordern. In den Top-Spielen der Regionalliga etwa gegen den BAK oder Lok Leipzig zeigten sich so schon in der Rückrunde einige Probleme.

Der Trainer

David Bergner übernahm den CFC schon im Abstiegsjahr 2017/18 ab der Winterpause und die Verantwortlichen taten gut daran, an ihm festzuhalten. Der gebürtige Berliner führte seine Elf souverän durch die vierte Liga.

Der 45-Jährige ist schon eine Weile im Geschäft, dennoch ist Chemnitz erst seine zweite Station als Cheftrainer eines Profiteams. Zuvor hatte er für sechs Spiele Rot-Weiß Erfurt trainiert und war im Nachwuchs bei Dynamo Dresden sowie RB Leipzig tätig.

Er lässt gerne offensiv Spielen, hat aber auch erfahren, wie es im Abstiegskampf der 3. Liga zugeht. In der Rückrunde 2017/18 holte er so einige Achtungserfolge.

Fazit & Prognose

Der Chemnitzer FC hat definitiv die Qualität im Kader, um die Klasse zu halten. Verlässt kein Leistungsträger mehr den Verein, ist ein Platz im hinteren Mittefeld ohne weiteres möglich.

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