Chemnitzer FC: Vermarkter kontert Vorwürfe

Attacken gegen Insolvenzverwalter

Chemnitzer FC kommt nicht zur Ruhe

Triste Stimmung in Chemnitz © imago/picture point

Absteiger Chemnitzer FC kommt bei der Vorbereitung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zur Ruhe. In der schwelenden Auseinandersetzung mit dem Vermarktungspartner Infront über die Verantwortung für die Krise konterte das Unternehmen die Vorwürfe von Insolvenzverwalter Klaus Siemon nun seinerseits mit Anschuldigungen.

Ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. (Infront-Manger Reinhardt Weinberger)

In einem Interview mit der Freien Presse ging Infront-Geschäftsführer Reinhardt Weinberger nachdrücklich auf die Darstellung des Vermarkters als Hauptursache für die Probleme der Himmelblauen ein. „Wir sehen darin ein sehr durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Wir werden diese falsche Darstellung nicht akzeptieren. Es wird versucht, von den durchaus vielschichtigen Gründen für eine Insolvenz abzulenken“, sagte Weinberger.

Aus seiner Sicht hätten vielmehr Fehlplanungen die finanzielle Schieflage bei den Sachsen ausgelöst. Als Beispiel nannte Weinberger das „Kostenproblem aufgrund eines über Jahre überdimensionierten Spielerkaders“.

Vorwurf der Unprofessionalität

Die schon kurz nach der Anmeldung der Insolvenz durchgestochenen Informationen über Vereinbarungen für Provisionzahlungen ärgern Weinberger zudem. Diese Vorgehensweise sei „höchst unprofessionell und schlechter Stil“.

Zu finanziellen Einzelheiten macht der Manager keine Angaben. Offen ist damit weiterhin, wo ein angeblich seitens der Firma zugesicherter und zunächst in den Vereins-Bilanzen nicht aufzufindender Betrag in angeblich mittlerer siebenstelliger Höhe verblieben ist.

Dennoch unterstrich Weinberger das Interesse seine Unternehmens an einer Gesundung des Klubs. Infront habe sich „immer als Teil der Lösung verstanden und ganz konkrete sowie nachhaltige Lösungen angeboten, um die finanzielle Schieflage mit zu beheben“.

Für den Fall der Aufkündigung der Zusammenarbeit durch Siemon schloss Weinberger juristische Schritte gegen den CFC nicht aus. Man werde „sehr genau prüfen, welche Schritte zur Wahrung unserer Interessen notwendig sind“, sagte Weinberger.

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