Chemnitzer FC: Was wurde aus den Abgängen 2017?

Das machen Conrad, Fink & Co. jetzt

Kevin Conrad, ehemaliger Spieler vom Chemnitzer FC

Kevin Conrad verabschiedete sich im Sommer nach 125 Pflichtspielen vom CFC. ©Imago/PicturePoint

Beim Chemnitzer FC läuft es unter dem neuen Trainer Horst Steffen aktuell noch nicht rund, derzeit rangieren die Himmelblauen in der Tabelle auf dem 15. Platz. Im vergangenen Sommer schlugen jedoch auch einige erfahrene Akteure ihre Zelte an anderer Stelle auf und verließen den CFC.

Wichtiger Mann bei Waldhof

Kevin Conrad, in der letzten Spielzeit Kapitän bei den Sachsen, hat sich Waldhof Mannheim angeschlossen und ackert nun in der Regionalliga Südwest. „Ich denke wir haben länger gebraucht als erhofft, um uns zu finden. Wir haben zu einfach Gegentore zugelassen, weil stellenweise die Abstimmung noch nicht gepasst hat“, zeigt der 27-Jährige im Gespräch mit Liga-Drei.de Verbesserungsmöglichkeiten im Hinblick auf das bisherige sportliche Abschneiden auf.

Ich habe fast täglich Kontakt zu meinen ehemaligen Mitspielern. (Conad über seinen Draht zum CFC)

Nach elf Spielen, von denen Conrad noch keine Minute verpasst hat, stehen die Mannheimer auf dem dritten Rang. In den vergangenen beiden Jahren schaffte der SVW den Sprung in die Relegation, scheiterte dort aber bekanntlich zunächst an den Sportfreunden Lotte und im Sommer am SV Meppen.

27-Jähriger hält Verbindungen aufrecht

Trotz der Entfernung von rund 470 Kilometern, verfolgt Conrad das Geschehen beim CFC noch: „Ich habe noch einige Freunde in der Mannschaft, mit denen ich fast täglich Kontakt habe. Die Spiele schaue ich mir meistens in der Zusammenfassung an.“

Angesprochen auf die bisherigen Leistungen, sieht der ehemalige CFC-Verteidiger die Gründe für den „mäßigen Saisonstart hauptsächlich in den Ergebnissen. In vielen Spielen hat sich Chemnitz sehr ordentlich präsentiert, haben aber ihre Chancen nicht genutzt und dann zu einfach Gegentore kassiert.“ 

An Steffen dürfe man bei den Himmelblauen allerdings keine Zweifel haben, da er ein „sehr guter“ Trainer sei, der die „Situation richtig einschätzen“ könne. Mit 17 Gegentoren zählt die CFC-Abwehr zu den schwächeren Defensiven der Liga, daran konnte auch Marc Endres, der neue CFC-Kapitän, nichts ändern.

Conrad war zudem sehr überrascht von der Wahl seines Nachfolgers: „Keine Ahnung, warum er Kapitän ist“, gibt der 27-Jährige zunächst zu Protokoll, um dann klarzustellen: „Spaß beiseite!“

Keine Ahnung, warum er Kapitän ist. (Conad über seinen Nachfolger)

Endres habe von „Natur aus einen Führungscharakter“, wenn der 26-Jährige auf den Platz gehe, wolle er zudem „unbedingt gewinnen.“ Selbst ohne das obligatorische Textilstück um den Arm würde Endres voran gehen: „Andere Spieler können sich an Marc hochziehen, wenn sie mal einen schlechteren Tag haben. Er wäre auch Kapitän, wenn er die Binde nicht hätte“, so Conrad.

Das machen die anderen Abgänge

Philip Türpitz
Der 26-Jährige schloss sich nach drei Jahren beim CFC dem 1. FC Magdeburg an, wo Türpitz eine bislang überragende Saison spielt. In elf Spielen steuerte der Offensivmann fünf Tore und fünf Vorlagen bei.

Tim Danneberg
Mit Danneberg zog es einen weiteren erfahrenen Akteur im Sommer weg, der Mittelfeldmann spielt nun an der Bremer Brücke für den VfL Osnabrück. Dort steht der 31-Jährige zumeist in der Startelf, zwei Tore und eine Vorlage gelangen Danneberg bislang.

Fabian Stenzel
Stenzel kickt derzeit in der Regionalliga Nordost für den ZFC Meuselwitz. Dort ist der 30-Jährige im defensiven Mittelfeld gesetzt.

Stefano Cincotta
Der 26-Jährige, der 67 Partien für den CFC absolvierte, muss beim SV Elversberg bislang auf den ersten Einsatz warten. Auch aufgrund einer Verletzung blieb Cincotta bisher außen vor.

Pierre Kleinheider
Der gebürtige Offenbacher spielt für Hessen Dreieich in der Hessenliga und rangiert mit seinem Team derzeit auf dem zweiten Platz. In neun Einsätzen musste Kleinheider nur drei Gegentore hinnehmen und blieb zudem in sieben Spielen mit einer weißen Weste.

Alexander Bittroff
Der 29-Jährige hat sich dem KFC Uerdingen angeschlossen, dort durfte Bittroff in der Regionalliga West bislang immer von Beginn an ran.

Berkay Dabanli
Dabanli steht seit Juli bei Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag, dort darf sich der gelernte Innenverteidiger derzeit im defensiven Mittelfeld beweisen.

Anton Fink
Mit Fink hat der CFC den erfolgreichsten Torschützen in der 3. Liga verloren, der sich im Sommer dem KSC angeschlossen hat. Dort ist der Angreifer gesetzt, in elf Spielen erzielte Fink dabei vier Treffer.

Björn Jopek
Der gebürtige Berliner steht aktuell am Dallenberg unter Vertrag, wo Jopek in sechs Partien in der Startelf stand. In zwei weiten Partien wurde der Mittelfeldmann eingewechselt.

Dennis Mast
Von Chemnitz über Bielefeld nach Würzburg – so lief der Sommer für Mast, der nun mit Jopek gemeinsam für die Kickers aufläuft. Dort durfte der Offensivmann bislang allerdings erst fünfmal ran, am nächsten Wochenende ist der 25-Jährige nach einer Rotsperre wieder spielberechtigt.

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